Montag, 28. März 2011

Rezension: Das Flüstern der Nacht von Peter V. Brett

Peter V. Brett
 Das Flüstern der Nacht
 Taschenbuch
1008 Seiten
Heyne Verlag (9. August 2010)
Originaltitel: The desert Spear

Kurzbeschreibung:
Zwei Männer haben sich dem Kampf gegen die Dämonen verschrieben. Zwei Männer, die von zwei Völkern als Erlöser betrachtet werden. Zwei Männer, ein Ziel und eine Feindschaft, die die Welt gefährden wird.“

Das Flüstern der Nacht“ ist ein großartiger Nachfolger zu „Das Lied der Dunkelheit“. Trotz der über 1000 Seiten kam auf keiner einzigen Seite Langeweile auf. Ganz im Gegenteil, sogar die 200-300 Seiten über die Vergangenheit Jardirs haben mich gefesselt.
Zunächst war ich skeptisch, weil ich mehr über Arlen und Leesha lesen wollte, aber einmal angefangen zu lesen, hat mich auch Jardirs Geschichte und auch die Geschichte des Wüsten Speers nicht mehr losgelassen.
Die Storylines rund um Arlen, Leesha und Rojer sind wie gewohnt spannungsgeladen, emotional und stilistisch perfekt.
Habe ich mich im ersten Band noch gewundert, warum der Autor die düstere Geschichte um Harl Gerber und seine Familie eingestreut hat, so bekam ich im zweiten Teil darauf eine Antwort. Rennas Geschichte wird aufgegriffen und fortgeführt. Auch diese Abschnitte gliedern sich sehr rund in das Restgeschehen ein.
Für all die Kritiker des ersten Bandes, denen die Dämonen zu stumpfsinnig, zu dumm, zu wenig strategisch waren, eröffnet der Autor im zweiten Band eine neue Bedrohung. Die Seelendämonen, die Dämonenprinzen, ihre Helfer, die Mimikrys, und plötzlich sieht sich der Leser doch mit einer willensstarken Intelligenz auf Seite der Antagonisten konfrontiert.

Im Großen und Ganzen bin ich wieder mehr als zufrieden mit diesem Buch. Die Sprache des Autors sorgt wie im ersten Band dafür, dass man sich in die Geschichte fallen lassen kann, dass man sich alle Personen und Handlungsstränge bildlich vorstellen kann und dass man auch auf emotionaler Ebene am Ball bleibt.
Das Flüstern der Nacht“ ist definitiv eines der besten Bücher, die ich 2010 gelesen habe. Ein Buch, bei dem man sich in jeder Lesepause wünscht, die Zeit zu haben, weiterzulesen.

Der Cliffhangar am Ende ist natürlich ärgerlich, weckt aber definitiv die Lust auf mehr. Ich bin ganz versessen darauf, den dritte Teil in den Händen halten zu dürfen.
Ein großartiges Buch, definitiv eine Empfehlung wert.

10 von 10 Punkten

Cover: Das Cover gefällt mir. Seichte Farben, schöner Hintergrund. Wunderschöner, hervorgehobener Schriftzug. Nur die Titelübersetzung ist Mist.

Preis/Leistung: Das Buch ist nicht billig. 16 Euro sind ein Happen Geld. Aber für dieses Buch kein Geld, das weh tut. Diese Geschichte ist jeden Cent wert.

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