Montag, 28. März 2011

Rezension: Britannica und Ich von A.J. Jacobs

Britannica und Ich von A.J. Jacobs

Britannica und Ich
A.J. Jacobs
Seiten: 432
Verlag: List Tb. (Februar 2008)
Originaltitel: The-know-it-all
Taschenbuch

Kurzbeschreibung:
Ein Mann und seine selbst gestellte Aufgabe. In einem Jahr, will er die gesamte Britannica gelesen haben. Sein neues Wissen und sein neues Hobby stellen ihn vor ungeahnte Herausforderungen. Ein Erfahrungsbericht der skurrileren Art.

Ein ungemein erheiterndes Buch. Ein Mann geht hin und ließt die gesamte Birtannica Enzyklopädie von A bis Z. Was ihm dabei alles unter die Augen kommt, welche Leute er kennen lernt und was ihm dabei so alles passiert, beschreibt Jacobs in diesem Erfahrungsbericht.
Man darf nur nicht den Fehler begehen, zu glauben, dass man hier wirklich nützliches Wissen anhäuft.
Aber für alle, wie mich, die Fans von vollkommen unnützem Wissens sind, für die ist das Buch genau das Richtige. Oder wann sagt man schon mal: „Ach, wussten Sie, dass René Decarte auf schielende Frauen stand?“
Der Autor selbst nimmt sich selbst auch gerne mal unter die Lupe. Und er geizt auch nicht mit seinen Schwächen. So besucht er zum Beispiel den Unterricht einer sechsten Klasse und merkt erst mal, wie viel Wissen einem mit der Zeit abhanden kommt. Es ist einerseits, wie gesagt, sehr unterhaltsam, andererseits aber auch durchaus ernst gemeint.
Jacobs führt sehr trefflich vor Augen, wie schnell man Informationen im Hirn überschreibt, wie schnell man Details vergisst, oder dass man sich das, was einen interessiert deutlich besser merken kann.
Wie auch schon in „Die Bibel und Ich“ ist auch in diesem Buch, seine Frau Julie mein absoluter Geheimtipp. Es ist großartig zu sehen, wie sie mit den Marotten ihres Mannes umgeht, wie sie ihn ohne Zorn das Wasser bieten kann. Meine heimliche Heldin des Buches.
So viel Geduld und Gelassenheit möchte ich auch gerne an den Tag bringen können.

Mit einem Augenzwinkern beschreibt Jacobs auch seine Mitmenschen, (vor allem seine Verwandten und angeheirateten Verwanden) jeder von ihnen bekommt sein eigenes Gesicht und seinen eigenen Charme. Unvergesslich.
Auch sein Besuch in einer Quiz Show ist wirklich lesenswert. Ebenso seine Versuche zu der IQ Elite seines Landes zu gehören und wie er sich letztendlich dort einschmuggelt. Vor allem zeigt das Buch, dass man es als intelligenter Mensch nicht immer einfacher hat, (Wunderbar dargelegt an den Erzählungen seiner Kindheit) und dass auch intelligente Menschen wirkliche Arschlöcher sein können.

Als ich kann das Buch nur empfehlen, wenn man gerne mal schmunzelt, wenn man gern mit unnützem Wissen prahlt und wenn man sich kurzweilig unterhalten lassen möchte.

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