Montag, 28. März 2011

Rezension: Dark Origin - Level 26 1 von Anthony E. Zuiker

Anthony E. Zuiker
Level 26
432 Seiten
Luebbe Verlagsgruppe 1. Auflage (28. November 2009)
Broschiert
ISBN: 3785760272

Kurzbeschreibung:
Dark jagde in der Vergangenheit die gefährlichsten Mörder. Dann geschah etwas Tragisches und er scheidet aus dem Dienst aus. Doch dann taucht ein Killer auf der jede bisher bekannte Kategorie des Bösen sprengt. Ein Level 26 Killer und nur einer kann ihn stoppen. Dark!“

Es wird als etwas vollkommen Neuartiges, vollkommen Inovatives dargestellt und ist in Wirklichkeit leider nur ein belangloses Buch mit einigen belanglosen Zwischenfilmen.
Weder ist die Geschichte besonders neuartig oder interessant, noch sind die Charakter spannend dargestellt. Darks tolle Eigenschaft, sich in den Verstand eines Killers versetzen zu können, wird genau zweimal angedeutet und ansonsten ist er nicht Wichtiger, als der Rest der Figuren.
Squeegle wird als Level 26 Killer dargestellt und ist doch nicht schlimmer, als hunderte von anderen irren Serienmördern aus hunderten von anderen Psychothrillern. Natürlich wird er widerlich und krank und wahnsinnig und dabei natürlich genial dargestellt, aber er unterscheidet sich kaum von anderen „herkömmlichen“ Antagonisten aus zeitgenössischen Psychothrillern.
Außerdem fehlen fast alle Spannungsmomente. Entweder werden sie durch ein verwackeltes (Absicht) Filmchen ersetzt, oder das Kapitel endet und ein Neues beginnt an anderer Stelle.
Des Weiteren empfand ich die Filmchen, die sogenannten Cyberbridges als störend. Die meisten von ihnen erscheinen zunächst wichtig, sind dann meist entweder ekelig, oder langweilig, oder doch nicht so besonders wichtig. Sie dienen vielleicht zu ein wenig Nebenunterhaltung, aber erschweren es einem Vielleser enorm.
Das Buch kann fast nur am Schreibtisch gelesen werden, da fast alle 20-30 Seiten ein Filmchen angesehen werden soll. Unterwegs ist es eher schwierig, sich ständig ins Internet einzuloggen und die Seite zum Buch zu besuchen und dort den Code einzugeben. Auch abends im Bett kann man nicht lange lesen, bevor man aufstehen muss, um sich die Cyber Bridge anzusehen.
Auch ohne die Filme gibt das Buch nur wenig her. Lässt man die Filme also außer Acht, hat man einen mittelmäßigen Krimi. Die Kapitel sind oft nur drei Seiten lang, mit riesiger Schrift, und durch die häufige Unterbrechung ist es schwierig für den Leser sich wirklich in dem Buch fallen zu lassen.
Lässt man die vielen Leerzeilen außer Acht, minimiert die Schriftgröße um zwei Punkte und entfernt die Illustrationen aus dem Buch, verringert sich die Anzahl der Seiten sofort von über 400 auf unter 300.
Ich war enttäuscht. Immerhin habe ich so eine Erfahrung gemacht. Die Erfahrung, dass ich Digi-Novels in Buchhandlungen nicht brauche.

Cover:
Naja, wie erwartet düster, mit einer mysteriösen Gestalt und überdimensionaler Schrift. In der Buchhandlung sicher ansprechend. Aber nichts besonderes.
Preis:
14,99 Euro ist eine ganze Menge für wenig Spannung, viel zu großer Schrift, viel zu vielen Leerzeilen, uninteressanten Videos und platten Charaktern.

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