Montag, 28. März 2011

Rezension: Die achte Karte von Kate Mosse

Kate Mosse
Die achte Karte
752 Seiten
Taschenbuch
Knaur TB (1. Oktober 2009) 

Kurzbeschreibung:
Zwei Zeitebenen vermischen sich und mit ihnen zwei Persönlichkeiten. Und im Mittelpunkt der Geschichte steht ein geheimnisvolles und sehr wertvolles Tarot. Karten und eine Liebe, die die beiden Frauen in ernste Gefahr bringen.

Ich hatte in einem anderen Forum sehr viele gute Meinungen zu diesem Buch gelesen und der Klappentext hat mich wirklich angesprochen.
Dann hatte ich einen Büchergutschein und dachte mir, das das genau das richtige für mich wäre. Als ich es endlich in den Händen hielt, habe ich auch direkt angefangen zu lesen.

Im Endeffekt hat mich das Buch ziemlich enttäuscht. Von der versprochenen Geschichte auf dem Klappentext war nicht viel zu lesen. Die meiste Handlung spielte in der Vergangenheit. Und diese Handlung war nicht besonders originell. Das wäre ja nicht so schlimm gewesen, wenn sie wenigstens spannend gewesen wäre, aber das war sie leider auch nicht.
Die Autorin verstrickt sich in Ideensträngen, die sie dann leider nicht befriedigend zu Ende führt. Ganz im Gegenteil, das Buch ist bestückt mit langweiligen Wiederholungen von Orts- und Gebäudebeschreibungen.
Ständig haben die Protagonisten die gleichen Gedanken, Vorhaben etc. Die Vorhaben werden meistens nicht ausgeführt, dafür wird viel gejammert.
Die Protagonistin aus der Vergangenheit wirkt etwas unausgegoren. Irgendwie scheinen einzelne Wesenszüge anderen Wesenszügen zu widersprechen. Dadurch wirkte die Figur extrem unglaubwürdig.
Meredith, die Protagonistin aus der Gegenwart, wirkte etwas runder, schien aber vorallem gegen Ende immer plötzlich Dinge zu wissen, die sie eigentlich nicht hätte wissen dürfen.
Das Ende war aprupt, schnell, unglaubwürdig, langweilig. Es gab keine Spannungsmomente, da der Leser von Anfang an alles direkt vorgesetzt bekam und so ziemlich alles vor den Figuren wusste.
Manchmal habe ich mich extrem über die Naivität mancher Figuren gewundert.

Der Schreibstil wirkt am Anfang eigentlich sehr schön, aber mit der Zeit lies er mich als Leser etwas stocken.

Im Großen und Ganzen ist dieses Buch nicht zu empfehlen. Einfach nur halbgar und langweilig. Besser die Finger davon lassen.

3 von 10 Punkten

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