Montag, 28. März 2011

Rezension: Die erste Wahrheit - Die Wahrheiten 1 von Dawn Cook

Dawn Cook
Die erste Wahrheit
Taschenbuch
480 Seiten
Blanvalet Taschenbuch Verlag 13. Mai 2008
Originaltitel: The first truth

Kurzbeschreibung:
Alissa glaubt nicht an Magie. Und schon gar nicht an die Märchen ihres verstorbenen Vaters von jener sagenhaften Feste in den Bergen, in der einst angeblich Drachen und mächtige Zauberer gewirkt haben. Bis es Alissa eines Tages selbst an diesen Ort verschlägt.

Unterhaltsame Fantasy mit sympatischen Charakteren und einem überraschend interessanten Magiesystem. Anders als viele andere Leser kann ich mich über die Länge der ersten Reise im ersten Band nicht beschweren. Ganz im Gegenteil, ich habe die Beschreibungen der Umgebung und der Mühen sehr genossen. Außerdem auch die Interaktion der beiden Protagonisten.
Generell war ich überrascht, wie gut die Autorin es geschafft hat mit so wenigen handelnden Personen eine so durchweg spannende Geschichte zu entwerfen.
Die Autorin geizt nicht mit Konfliktpotential und den Schwächen ihrer Charakteren. Auch der Antagonist Bailic ist mir fast schon ans Herz gewachsen, auch wenn er eigentlich ein vollkommen böser Mensch ist und keine Grautöne aufweist. Aber irgendwie waren auch seine Schmerzen, sein seelisches Leiden und seine unglückliche Liebe so fesselnd geschildert, dass ich mich dem Zauber des Buches nicht mehr entziehen konnte.
Das Magiesystem war weniger magisch, als zuerst vermutet. Die biologischen Anklänge und theoretischen Schilderungen waren angenehm zu lesen. Hatte eigentlich ein viel weniger durchdachtes Magiesystem erwartet So wurden meine Erwartungen Gott sei Dank nicht erfüllt.

Einzig das Ende des zweiten Bandes hat mich ein wenig enttäuscht. Es wirkte auf mich überzogen und die Glaubwürdigkeit der Protagonistin wurde damit für mich etwas untergraben. Aber das ist Jammern auf höchstem Niveau.
Denn man musste der Auorin so ziemlich jedes Klishee vergeben, da ihre Bildsprache atemberaubend ist und ihre Beschreibungen von Emotionen richtig unter die Haut geht. Vorallem Strells Flötenspiel hat es mir angetan. So geht es mir immer irgendwie, wenn ich Musik höre, die mich berührt, wenn es bei mir auch eher Violinen sind, die bei mir so etwas auslösen. Dann dazu die kalte Winterlandschaft vor den Burgfenstern. Für mich quasi ein Märchen.
Es ist nicht das anspruchsvollste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe, aber mitunter eines der besten. Einfach, schön, berührend.

Ich freue mich sehr, dass Band 3 und 4 unter meinem Weihnachtsbaum liegen werden.

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