Dienstag, 29. März 2011

Rezension: Die Gärten des Mondes - Das Spiel der Götter 1 von Steven Erickson

Steven Erickson
Die Gärten des Mondes
13 Euro
798 Seiten
Blanvalet – 1. August 2000
Taschenbuch
ISBN: 978-3442249329

Kurzbeschreibung:
Das malazanische Imperium breitet sich immer weiter aus. Daher befindet es sich immer wieder im Krieg mit den freien Städten. Und in mitten dieser politischen und herrschaftlichen wirren, kämpfen Magier, Assassinen, Soldaten und selbst Götter um Anerkennung und ihren rechtmäßigen Platz in der Welt.

Im Zuge einer Leserunde in einem Forum habe ich den ersten Teil gelesen. Leider war ich nicht allzu begeistert von dem Buch.
Für meinen Geschmack gibt es zu viele handelnde Personen. Zu viele schnell wechselnde Sichten. Manchmal darf man nur eine halbe Seite lang bei ein und der selben Person verharren. So konnte ich mit niemandem wirklich warm werden. Dem Leser wird es schwer gemacht sich mit einzelnen Personen tatsächlich zu identifizieren.

Am liebsten hatte ich wohl Tattersail und der Anfang, wo einiges in Rückblicken erzählt wurde war wirklich spannend und atmosphärisch sehr dicht erzählt. Schade, dass man auch von dieser Figur später nicht mehr viel lesen durfte.
Tattersail wirkte sehr menschlich auf mich und hatte damit einigen der anderen Charaktere einiges voraus. Einigen anderen Figuren hätte ich gern so manches Mal feste in den Hintern getreten.

Aber nicht nur die Personen haben mich gestört, auch die Geschichte selbst und der Stil des Autors. Viele Stellen zogen sich sehr in die Länge. Die Action blieb durch das seitenlange Herumgereise immer häufiger auf der Strecke und wurde dann auf einer einzelnen Seite abgehandelt.

An manchen Stellen konnte der Autor mich aber durchaus überraschen. Das was er mit seinen Charakteren, seinen Handlungsorten und seiner Geschichte nicht geschafft hat, schaffte er mit seinen Symbolen.
Denn diese sind so geschickt in die Handlung eingebunden, dass sie auf den Leser fast wie selbstverständlich wirken. Gerade das Bild vom "Spinning Coin" gefiel mir ganz gut. Es hatte etwas Mysteriöses an sich. Schade dass die Auflösung in meinen Augen etwas zu kurz kam. Da hatte ich einfach ein bisschen mehr erwartet.

Dennoch hatte das Buch durchaus genügend Potential um mich fesseln zu können. Bei einigen Charakteren war ich neugierig, was Erickson noch mit ihnen anstellen würde, außerdem war ich gespannt auf Tattersails Geschichte und wie er die Geschichte noch auf weitere Orte ausweiten würde.
Außerdem wirkte auch das neuartige Magiesystem auf mich interessant und glaubwürdig. Gerade davon wollte ich gern noch mehr lesen.

Das Buch gehört zwar definitiv nicht zu meinen Lieblingen von 2009, aber es war auch nicht das Schlechteste. Wenn man sich von der Komplexität der Geschichte nicht abschrecken lässt, hat man durchaus einige interessante, wenn auch teils schwierige, Lesestunden vor sich.

Das Cover des ersten Bandes ist im übrigen sehr ansprechend und episch gestaltet.

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