Montag, 28. März 2011

Rezension: Die Magie des Assassinen - Fitz Weitseher (1)3 von Robin Hobb

Robin Hobb
Die Magie des Assassinen
1212 Seiten
Bastei Lübbe (Januar 2000)

Kurzbeschreibung:
Fitz ist tot – zumindest sieht es so aus. Doch mit Hilfe seines Weggefährten Burrich und seines alten Mentors entsteigt er, wenn auch nur widerwillig, dem Grab und findet ein Königreich am Rande des Zusammenbruchs: Der alte König Listenreich ist tot, ermordet von seinem Sohn Edel, der nun auf dem Thron sitzt. Die Korsaren haben alle wichtigen Häfen besetzt, das Volk von Heim und Herd vertrieben. Fitz, zerschunden an Leib und Seele, kennt nur ein Ziel: Rache an Prinz Edel, der alles gestohlen hat, was der junge Weitseher einst liebte. Dabei entdeckt er neue magische Kräfte in sich, Kräfte, die ihn noch mächtiger machen – oder ihn das Leben kosten können ...

Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich das Buch beendet habe. Trotzdem kann ich mich wohl an das Wichtigste erinnern.
Kurz nach dem ich den zweiten Band der Trilogie gelesen habe, habe ich auch mit dem dritten Band angefangen. Damals habe ich 200 Seiten (wohlgemerkt von über 1200 Seiten) gelesen und dann entnervt abgebrochen.
Fitz der Mann mit den Wolfsinstinkten, Fitz der Sturkopf, Fitz der Selbstmitleidige, Fitz der Einsame.... Ich konnte es einfach nicht mehr ertragen. Sein Gejammer, ging mir schon im zweiten Teil mit der Zeit auf den Geist, im dritten Teil spitzt sich die Situation nur noch zu.
Dann die endlos erscheinende Reise, unnötige Nebenfiguren, Fitz' Selbstgespräche und die mit seinem Wolf. Ich war einfach gelangweilt.
Erst eines halbes, dreiviertel Jahr später habe ich mich doch noch mal an „Die Magie des Assassinen“ herangewagt. Und siehe da, die Seiten ließen sich lesen wie im Flug. Alte Charaktere tauchen wieder auf, liebgewonnen Schauplätze, alte und neue Bedrohungen. Ich war wieder gefesselt.
Dennoch ist dieser dritte Teil für mich definitiv der Schlechteste der Trilogie. Ich hatte manchmal den Eindruck dass sich Hobb in den Emotionen und Antrieben der handelnden Personen verstrickt hat.
Auch die Auflösung, was es mit den Uralten auf sich hat, hat mich alles andere als zufrieden gestellt.
Allein die Szenen mit den anderen Personen, die die uralte Macht beherrschen hat mich ein bisschen versöhnt.
Wäre das Frettchen am Ende nicht gewesen, hätte ich dem Buch noch einen Punkt abgezogen.
Alles in Allem war das Ende ok, nicht berauschend, nicht perfekt, aber die Liebe zu ihren Charakteren hat Robin Hobb auch in diesem Buch nicht verloren.
Es war nicht das beste Leseereignis im vergangenen Jahr, aber auch nicht das Beste.

Als Gesamtwerk würde ich die Reihe trotzdem weiterempfehlen.

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