Montag, 28. März 2011

Rezension: Die Säulen der Erde von Ken Follett

Ken Follett
Die Säulen der Erde
Taschenbuch
1151 Seiten
Verlag: Lübbe 7. Auflage. (28. Oktober 1997)
Originaltitel: The Pillars of the Earth
Taschenbuch
ISBN: 3404118960 

Kurzbeschreibung:
Gesellschaft und Liebe im mittelalterlichen England und mitten drin drei ehrgeizige Männer, Liebschaften und Intrigen.



Der Klappentext klang ganz gut und da ich zu der Zeit sowieso alles gelesen habe, war das gerade passend. Vielleicht hätte ich darauf verzichten sollen. Historische Romane sind irgendwie nichts für mich. Bisher habe ich nur wenige historische Romane gelesen, die mir wirklich gefallen haben. Dieser Roman gehörte in die andere Kategorie. Ich habe mich fürchterlich über das Buch geärgert. Ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite durchgelesen, immer in der Hoffnung, dass es besser wird. Aber die Längen und die Charaktere haben mir die Suppe gehörig versalzen.
Mir hat keiner der Charaktere wirklich gefallen.
Tom (so hieß doch der Baumeister, oder?) war mir noch sympatisch, aber er musste ja leider einen wenig spektakulären Tod sterben. Meiner Meinung nach schien Follett einfach keine Verwendung mehr für ihn zu haben. Ich habe ja nichts dagegen, dass Protagonisten sterben, es gehört ja zum Leben dazu. Aber warum sollte ich mich durch die Hälfte des Buches quälen, nur damit Tom dann plötzlich hopps geht und Follett gezwungenermaßen andere Figuren in den Vordergrund drängt.
In anderen (eher positiven) Meinungen habe ich oft gelesen, dass Follett nur Mischcharaktere erschaffen hat und keiner nur gut oder nur böse ist.
Keine Ahnung, wie man darauf kommen kann. Ich bin da ganz anderer Meinung.
Weiter oben wurde die These in den Raum gestellt, dass es keine nur guten und keine nur schlechten Persönlichkeiten gab.
William war meiner Meinung nach nie gut, also ein total schwarzer Charakter, der seinen Spaß an Intrigen, Machtspielchen und Vergewaltigungen hatte, gierig, machtbesessen, einfach sch... .
Jack wirkte auf mich immer ein bisschen weinerlich. Allein William widerlegt ja diese Theorie voll und ganz.
Die Änderung des Settings, als Jack Aliena und das Kind sucht, fand ich furchtbar konstruiert, ebenso wie das Ende.
Diese nicht endende, kitschige Liebesgeschichte hat mich mehr als genervt.
Für mich gab es keine Spannung in dem Buch, ich habe mich wirklich wirklich sehr gelangweilt. Die Längen nahmen zu, die Schlüssigkeit der Geschichte hakte und alles wirkte mehr als zusammengebastelt.
Es hat mich gegen drei viertel des Buches nicht einmal mehr interessiert, wie es ausgeht. Aber man kann nur dann ordentlich meckern, wenn man es ganz gelesen hat
Dennoch hat das Buch für mich auch zwei gute Aspekte enthalten.
Der Prolog hat mir gefallen, hat mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht, wurde dann aber leider nicht spannend weiter geführt.
Auch der Epilog hat mir gefallen. Es ist in Anlehnung an die ersten Szenen geschrieben, wie ein Parallelismus. Ein sehr guter Kniff des Autors.
Ich war froh als ich das Buch durch gelesen hatte und werde das Folgewerk auf gar keinen Fall zur Hand nehmen.
2 von 10 Punkten
Cover: Recht schlicht. Aber ist passend für einen Historienroman. Die Brauntöne sind sicherlich besser gewählt, als knatschbunte Bilder.
Preis/Leistung: Die günstigste Ausgabe die ich gerade gefunden habe, kostet 10,99 Euro. Tja, für fast 1300 Seiten muss man eigentlich sagen, dass der Preis mehr als gut ist. Aber da ich das Buch nicht mochte, ist für mich jeder Cent zu viel. Für alle Liebhaber von Historienromanen lohnt sich der Preis auf jeden Fall.


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