Montag, 28. März 2011

Rezension: Drei _ Der dunkle Turm 2 von Stephen King

Stephen King
Drei
608 Seiten
Heyne Verlag (1. Dezember 2003)
The Drawing of the Three – The Dark Tower 2
Taschenbuch
ISBN: 978-3453875579 

Kurzbeschreibung:
Der Revolvermann folgt der Bestimmung des Orakels aus dem ersten Teil und erfährt nach und nach wer die „Drei“ sind, denen es bestimmt ist, den nächsten Teil des Weges gemeinsam zu gehen. Aber nicht alles gestaltet sich so einfach, wie es zunächst erscheint.“

Der zweite Band Band schließt nahtlos an den ersten an. Dennoch hat sich beim Schreibstil einiges verändert. Er ist nicht mehr ganz so distanziert und unpersönlich wie im ersten Teil. Vorallem Rolands Gefühle und sein Innenleben werden nun ausdifferenzierter dargestellt. Der Leser erfährt auf drei Seiten mehr als auf 100 Seiten in „Schwarz“.
Generell kann man den Roman in drei Teile gliedern.
Rolands Weg und der Fund der ersten Person, die ihn begleiten wird, ein weiterer Weg und der Fund der zweiten Person und wieder ein Weg und der Fund einer dritten Person.
In jedem Teil lernt man die anderen Personen sehr detailliert kennen und ihre jeweilige Interaktion mit Roland macht es dem Leser möglich immer einen weiteren Teil der Geschichte zu erschließen.
Diesmal sind die Nebenfiguren, bzw. vielleicht zukünftigen Mit- Protagonisten sehr diffenrenziert geschildert.
Auch sie sind nicht die guten Helden. Jeder von ihnen hat mindestens eine oder sogar mehrere Schwächen. Und gerade diese Schwächen lassen die Figuren natürlich wirken. Aus ihnen ergeben sich einige Schwierigkeiten, die teilweise dem Leser an die Nerven gehen.
Immer wieder geraten die handelnden Figuren in scheinbar aussichtslose Situationen. Das führt dazu, dass die Spannungskurve das ganze Buch hindurch auf einem extrem hohen Niveau gehalten wird. Erst am Ende ist es dem Leser vergönnt aufzuatmen.
Der einzige Nachteil an diesem Band ist, dass man von Rolands Welt leider nicht sehr viel Neues sieht. Viele Szenen spielen in einem Pendante unserer realen Welt. Zweimal in der nahen Gegenwart und einmal in der Vergangenheit.
Dennoch kann ich nicht sagen, dass „Drei“ schlechter ist als „Schwarz“. Ich kann höchstens sagen, dass es anders ist, und mit dem ersten Band, der ebenfalls faszinierend war, kaum zu vergleichen ist.
Für manche Leser mag die so King-typische Fäkalsprache etwas abschreckend wirken, aber auch hier kann ich nur sagen, dass sie wunderbar zu dem Rest der Geschichte passt und die Interaktion zwischen den Figuren glaubwürdiger wirken lässt.

8 von 10 Punkten

Cover: Der Hintergrund und die schattenhaften Bäume wirken auch hier wieder sehr geheimnisvoll und passen in ihrer Aufmachung wunderbar zur Geschichte. Doch finde ich auch bei „Drei“ den grün-silberschimmernden Hochglanz Einband als einfach zu viel.

Preis: 8,95 Euro ist immernoch günstig. Ein Euro teurer als der erste Band aber auch mit deutlich mehr Seiten. Die Einleitung von Stephen King ist ebenfalls enthalten, aus welchen Gründen auch immer.

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