Montag, 28. März 2011

Rezension: Elantris von Brandon Sanderson

Brandon Sanderson
Elantris
896 Seiten
Heyne Verlag; 2. Auflage (September 2007)
Originaltitel: Elantris
Taschenbuch
ISBN: 978-3453521674 

Kurzbeschreibung:
Elantris war einst eine wunderschöne Stadt, doch seit zehn Jahren liegt nun scheinbar ein Fluch auf ihr und ihren Bewohnern.
Als auch der Prinz des Reiches plötzlich von diesem Fluch getroffen wird, gerät das labile politische Gleichgewicht ins Wanken. Feinde von Außen bedrohen das Land und eine neue Religion wird als Motiv zur Macht missbraucht. Nur eine handvoll Personen, stellen sich den Bedrohungen und versuchen Elantris zu neuem Glanz zu verhelfen.“

Ich muss gestehen, dass ich mich durch die ersten 150 Seiten wirklich durchbeißen musste. Viele seltsame Worte wurden verwendet, die nicht unbedingt direkt erklärt worden sind und an die man sich zunächst gewöhnen musste. Dann waren mir die drei Hauptpersonen extrem unsympatisch. Einzig die Idee der Stadt Elantris und das Geheimnis um ihren Fall haben mich zum Weiterlesen animieren können.
Umso überraschter (positiv überrschaft) war ich, als sich die Charaktere mit der Zeit unglaublich entwickelt haben. Plötzlich wollte ich mit Spannung erfahren, was mit ihnen geschehen würde, was für Pläne und Ideen sie noch haben würden und ob sie es letztendlich tatsächlich schaffen sollten, das Reich zu retten.
Mir gefiel die detailliert ausgearbeitete Hintergrundgeschichte sehr. Vorallem wurde dem Leser nicht alles von Anfang an auf dem Silbertablett serviert, sondern er bekam nach und nach immer neue Informationen und musste sich so, ähnlich wie einer der Protagonisten, alles stückweise zusammenreimen. Am Ende fügte sich dann alles zu einem stimmigen Großen und Ganzen.
Auch die unterschiedlichen Religionen, die verschiedenen Kulturen und vorallem die politischen Intrigen fügten sich stimmig in das Hauptgeschehen ein und trieben es voran.

Auch die Nebencharaktere empfand ich als sehr interessant. Nach und nach lernt man immer mehr neue Personen kennen, ihre Beweggründe und ihre Ziele.
Auch sie, aber nicht nur sie, führten immer wieder zu überraschenden Wendungen. Das Geheimnis um die alte Magie und auch um die Seonen war ebenso ein Aufhängepunkt für interessante Überraschungen.
Die letzten 100 Seiten waren so rasant und spannend, dass ich sehr sehr froh war, nicht nach den ersten 150 Seiten aufgegeben zu haben.
Einzig das Ende fiel für meinen Geschmack vielleicht etwas zu pompös aus. Vielleicht wäre hier, weniger mehr gewesen, aber im Endeffekt fügten sich auch die letzten Ereignisse wundervoll in das Gesamtkonzept ein.

Im Allgemeinen kann ich das Buch nur wärmstens empehlen, vorallem denen, die politischen Intrigen, graustufigen Charakteren und einem Bisschen Magie nicht abgeneigt sind.

8,5 von 10 Punkten

Cover: Sowohl Schriftzug als auch abgebildete Stadt haben etwas mystisches. Durch die helle, blaue Hintergrundfarbe wirkt es aber nicht überladen. Ansprechend!

Preis/Leistung: Die Geschichte war großartig und rechtfertigt daher in meinen Augen durchaus die 14 Euro. Aber im Normalfall bevorzuge ich einen geringeren Preis bei Taschenbüchern.

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