Montag, 28. März 2011

Rezension: The King's Speech (Film)

Darsteller: Colin Firth, Helena Bonham Carter, Geoffrey Rush
Regisseur: Tom Hooper
FSK: 6
Produktionsjahr: 2010

Kurzbeschreibung:
Albert soll König sein. Aber wie soll er vor seinem Volk sprechen, da er doch seit frühester Kindheit stottert? Hilfe muss her. Und diese Hilfe kommt in Form eines ungewöhnlichen Mannes. Und plötzlich entspinnt sich daraus eine Freundschaft. Aber der Druck durch die Familie und durch den drohenden Krieg mit Deutschland wird Albert immer unsicherer.

Auch ein ganz wundervoller Film, der all seine Oscars durchaus verdient hat. Wir waren letztens im Kino, war quasi spontan.
Und wir waren alle sehr angetan von dem Film.
Er lebt sehr von seinen Schauspielern und von den Dialogen und dem Verhalten der Figuren. Sehr auf die Innensicht der Charaktere zugeschnitten, kein lästiges Actiongehabe. Ganz ruhig und auch ein wenig humorvoll.
Je weiter der Film voran schreitet, desto dramatischer wird er. Auch wenn das alles sehr subtil abläuft und sich das „Drama“ (eigentlich kann man das gar nicht so nennen) rein auf die Figuren beschränkt und ihre Interaktion untereinander.

Wenn ich mich auf ein Adjektiv festlegen sollte, würde ich vermutlich „einfühlsam“ sagen, weil es den Sachverhalt sehr genau beschreibt.
Die Filmemacher waren sehr vorsichtig. Und auch wenn den ganzen Film über nicht besonders viel passiert, ist er trotzdem nicht langweilig.
Man ist einfach gefangengenommen von den Charakteren.

Ich kann mir vorstellen, dass die Rolle des King George für den Schauspieler nicht unbedingt einfach gewesen ist und er brilliert. Aber man darf auch seine Gattin, gespielt von Helena Bonham-Carter, nicht außer Acht lassen und auch den Logopäden nicht.

The King's Speech kann man sicher auch abends gemütlich auf der Couch gucken. Vermutlich vergisst man dann nur irgendwann sein Popcorn weiter zu essen. Denn so einfach, wie es zuerst klingt ist es eben nicht.
Außerdem denke ich, dass es sich lohnen wird den Film auch durchaus im Original anzusehen. Denn er lebt auch sehr von der Sprache, oder gerade davon. Also auch ohne, dass ich ihn in der Originalsprache gesehen habe, würde ich den Leuten anraten, die genug Englisch verstehen, ihn sich nicht nur auf Deutsch anzusehen.

Wie man sieht, würde ich den Film fast uneingeschränkt empfehlen. Wenn man aber auf rasante Action steht, oder auf spannende voran schreitende Handlung und sich mit einem stillen Film, wie diesem, nicht auseinandersetzen möchte, würde ich raten die Finger davon zu lassen.

Trotzdem, ich würde sagen, entgeht einem da eine Perle an Filmkunst.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen