Mittwoch, 27. April 2011

Rezension: Das Erbe von Winterfell – Das Lied von Eis und Feuer 2 von George R.R. Martin

George R.R. Martin
Das Erbe von Winterfell
Blanvalet 14. März 2011
ISBN: 978-3442267811
Orginaltitel: Game of Thrones
544 Seiten
15 Euro
Taschenbuch


Kurzbeschreibung:
Verrat und Intrigen erschüttern Westeros. Und ein unausweichlicher Krieg steht an, der Vielen das Leben kosten wird. Sansa ist Gefangene am Königshof und Arya irrt durch fremdes Territorium. Allein, ungeschützt, ausgeliefert. Jon Snow möchte die Wache verlassen um seinem Bruder beizustehen, aber er hat einen Eid geschworen, der ihn bindet und die Anderen sind nicht weit. Doch auch im Süden ist nicht alles so wie es soll. Visery, der letzte Drache, soll gekrönt werden, doch es kommt anders, als man denkt und Dany muss lernen sich zu behaupten.“

Das Erbe von Winterfell und die Herren von Winterfell sind im amerikanischen Original ein einziges Buch, daher wirkt es in den deutschen Ausgaben natürlich so, als schließe das Erbe von Winterfell direkt an den ersten Teil an.
Im Großen und Ganzen kann ich mich nur all den positiven Meinungen anschließen, die man im Internet und in den Buchläden so findet.
Auch wenn ich mich mit den ersten 30 bis 40 Seiten etwas schwer getan habe, hat mich das Buch im Allgemeinen wieder unglaublich begeistert.
Immer wieder denke ich, dass der vorgegeben Pfad so und nicht anders verlaufen muss und Martin überrascht mich dann doch immer und immer wieder. Alles kommt immer ganz anders, als ich es vorhersehe und die Spannung bleibt so konstant erhalten.

Ich bin immer wieder fasziniert, welche Geheimnisse die verschiedenen Figuren in sich tragen. Manchmal habe ich das Gefühl regelrecht blind zu sein und denke mir im Nachhinein dann doch, dass nur dieser Weg äußerst logisch gewesen ist.
Außerdem wird man als Leser häufig ins kalte Wasser geworfen. Das Buch weiß Emotionen zu wecken in ihrer vollen Bandbreite. So oft war ich nahe an den Tränen und genauso oft musste ich zum Beispiel über Tyrions Äußerungen und Gedankengänge lachen.
Jede Figur ist so unglaublich einzigartig, dass ich es manchmal gar nicht fassen kann. Jeder Charakter ist in seinen Eigenschaften so facettenreich und spannend gestaltet, dass ich einerseits traurig bin, wenn ein POV mit einem dicken Cliffhangar endet, aber andererseits immer so gespannt auf das neue Kapitel bin, dass ich mich nahezu zwiegespalten fühle.

Auch die ganzen Gegenden und Orte sind fantastisch. Während des Lesens kann mich sich ihrem Bann nicht entziehen und nach der Lektüre wirkt die Atmosphäre der einzelnen Settings so glaubwürdig, dass man als Leser das Gefühl hat direkt dabei gewesen zu sein.

Auch die Gestaltung der neuen Auflage ist in ihrer Schlichtheit sehr ansprechend. Die Cover sind sehr ähnlich gestaltet und glänzen vor allem durch Farbgebung und einfachem Stil.

Das Erbe von Winterfell ist wie der erste Teil, unheimlich vielschichtig, emotional, tiefgründig, actiongeladen und gut durchmischt, dass ich einfach kaum negative Stellen finden kann. Das Buch ist in meinem Augen perfekt, so wie es ist.
Düster, atmosphärisch dicht und realistisch.

Volle Punktzahl.

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