Mittwoch, 22. Juni 2011

Rezension: Der Thron der sieben Königreiche – Das Lied von Eis und Feuer 3 von George R.R. Martin

Der Thron der sieben Königreiche
George R.R. Martin
Blanvalet Taschenbuch Verlag (21. Juni 2011)
ISBN: 978-3442268221
Originaltitel: A Clash of Kings (Seiten 1-332)
Taschenbuch
576 Seiten
15 Euro 

 
Achtung: Kann Spoiler zu Teil 1 und Teil 2 enthalten

Kurzbeschreibung:
Er herrscht Krieg in den sieben Königreichen. Robert Barathoens Brüder, Stannis und Renly greifen zeitgleich nach dem Thron. Aber auch Robb Stark steht im Norden bereit. Seine Schwester ist Gefangene an König Joffreys Hof, Arya befindet sich auf der Flucht.
Und Jon Snow hat hinter der Mauer eine eigene Schlacht zu schlagen.“

Der dritte Teil „Der Thron der sieben Königreiche“ gefiel mir leider nicht so gut, wie die ersten Beiden. Dennoch ist das Buch ein absolut großartiges Buch.
Nach Ned Starks Tod im zweiten (deutschen) Teil, war bei mir zunächst ein wenig die Luft raus. Ich musste erst einmal verdauen, was Martin mit seinen Charakteren angestellt hatte. Das Ende des zweiten Bandes war dermaßen dramatisch, dass sich der dritte Teil für mich eher wie eine Einleitung zu den noch folgenden Geschehnissen liest.
Daher scheint erst einmal recht wenig zu geschehen und genau dieser Umstand hat mich ein wenig gestört. Ich hatte mir mehr epische Szenen gewünscht, mehr Emotion, mehr Aktion.

Dennoch habe ich eigentlich herzlich wenig zu klagen. Jede negative Kritik ist daher eine Klage auf hohem Niveau. Die Charakter nämlich verlieren auch in diesem Band nichts an ihrem Tiefgang, an ihren Geheimnissen und ihrer Vielschichtigkeit. Immer wieder schafft es Martin den Leser mit neuen Offenbarungen zu überraschen, neue Rätsel zu erschaffen, einige Fragen zu klären und dabei immer wieder neue aufzuwerfen.
Auch die Welt wird immer weiter konkretisiert, der Leser wird immer häufiger an Orte geführt, die er noch nicht kennt. Alle Orte werden sehr deutlich und prägnant dargestellt. Zu diesem Zweck werden neue Point-of-View Charaktere eingeführt.
So begleitet der Leser eine Zeit lang einen ehemaligen Schmuggler, nun ein Ritter, in Stannis Gefolge oder Starks Mündel/Geisel Theon Greyjoy, der nach Hause zurück kehren darf.


Doch gerade Jons Handlungsstrang habe ich mit größter Begeisterung verfolgt. Ich liebe die Wälder hinter der Mauer und auch das Setting aus Kälte, aus Schnee und Eis und aus andauerndem Regen. Und gerade diese Reise hat mich bemerkenswert fasziniert.
Die Beschreibungen und die erschaffene Atmosphäre verbinde ich ganz besonders mit den Worten aus Winterfell: „Winter is coming“

Martins Schreibstil verliert ebenfalls nichts an seiner Poesie und seiner Aussagekraft. Und gerade das macht es dem Leser daher einfach auch Szenen mit Genuss zu lesen, die bei einem weniger begabten Autor, möglicherweise langweilig gewesen wären.

Der dritte Teil macht auf jeden Fall wieder Lust auf die weiteren Teile.

FAZIT:
Das Buch ist nicht ganz so „vollkommen“ wie seine Vorgänger, aber immer noch ganz wunderbar. Ich habe das Buch sehr sehr gerne gelesen und kann es jedem Leser dieses Genres nur ans Herz legen.
Ein ganz großartiges Buch.

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