Freitag, 12. August 2011

Rezension: Der Verlobte von Christine Sylvester

Interessanter Kurzkrimi, mit einem überraschenden Ende.

Kurzbeschreibung:
Tillmann ist zum ersten Mal bei der Familie seiner Verlobten Lilly. Im ersten Moment findet er diese Familie nur ein bisschen verrückt, doch als plötzlich ein „Unfall“ nach dem anderen passiert, wird er misstrauisch. Wer steckt hinter all den mysteriösen Morden und wem kann er noch trauen?“ 

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Für einen Krimi mit knapp über hundert Seiten ist der Kurz-Roman bemerkenswert gelungen. Mit wenigen Worten schafft es die Autorin ihren Figuren einen Charakter, mit hohem Wiedererkennungswert und Charme zu verliehen. Dafür hält sie sich nicht mit seitenlangen Beschreibungen auf, sondern charakterisiert Lillys Familie fast durchgehend durch die unterschiedlichen Dialoge und Tillmanns Gedanken und Gefühle.
Gerade die Großmutter ist eine faszinierende Figur. Mit ihrer Selbstbeherrschung und ihrer Eleganz, blieb sie die Figur, die am schwersten fassbar für mich war. Der Großvater dagegen nahm kein Blatt für den Mund und wird für den Leser so sehr greifbar.
Die anderen Figuren waren teilweise skurril, teilweise etwas Nerven raubend, teilweise hatte ich einfach nur Verständnis.

Tillmann ist zwar der Protagonist des Geschehens, ist aber eher der stille Beobachter. Über die Figuren, die ihn umgeben erfährt man deutlich mehr, als über ihn selbst. Den Sinn dahinter versteht man vor allem gegen Ende nur allzu genau. 

"' Sie müssen das Benehmen meiner Töchter entschuldigen!' sagte der Großvater und schüttelte den Kopf. 'Obwohl, man kann es eigentlich nicht entschuldigen, man kann es nur ertragen'" S. 26

Die Geschichte, die rund um die Morde gesponnen wird, ist nicht übermäßig spannend, aber durchaus interessant zu lesen. Das typische Miträtseln bleibt bei der Kürze des Romans etwas auf der Strecke und der Nervenkitzel kann auch nicht ausreichend ausgereizt werden. Aber das Buch kann trotzdem durchweg unterhalten. 

 





Die Atmosphäre des Geschehens erinnert an einen mittelmäßigen Horrorfilm, aber da das ganze Geschehen oft mit einem frechen Spruch oder einem Augenzwinkern seitens der Autorin geschildert wird, ist der Sturm und das Gewitter, die um das Haus toben, einfach das perfekte Setting für diesen ganz speziellen Krimi.
Und auch das obligatorische dunkle Familiengeheimnis fehlt in diesem Krimi nicht, ist aber allzu schnell durchschaubar. Zumindest mag das der Leser im ersten Moment denken.

Das Ende scheint wirklich im ersten Augenblick zu einfach zu sein, liest man nur zwei Seiten weiter, ist man vermutlich definitiv überrascht über die Wendung, die das ganze Geschehen nimmt.
Zumindest wurden meine Vorhersagen den Krimi betreffend erfüllt, meine Erwartungen an das gesamte Buch aber einfach vollkommen übertroffen.
Das Ende ist spritzig und witzig und irgendwie auch innovativ. Durchaus lesenswert!

4 Sterne von 5 

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Der Verlobte
Christine Sylvester
Sutton Verlag
120 Seiten
ISBN: 9783866807570
Taschenbuch
9,90 Euro

Kommentare:

  1. Schöne Rezi ;-) Ich habe es auch so empfunden "Der Verlobte" zu lesen ;-)
    LG
    Sabrina

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  2. Ich ahbe was für dich ;-)= Schau doch mal vorbei,
    LG
    http://sabrinas-buchwelt.blogspot.com/2011/08/ein-award-fur-mich.html

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