Donnerstag, 9. Februar 2012

Das Gesetz der Unvollkommenheit

Das Gesetz der Unvollkommenheit

Ich bin abgeschnitten
von Gott
und allen seinen Menschen
weil ich nur halb bin

denn wo Bedauern war
- ist Leere
und wo Schmerz war
- bleibt die Schuld
und wo die Scham war
- nur die Scheu

An der Bruchkante ist es kühl
aber ich friere nicht
ich lebe nicht
ich bin!

(Unwägbarkeiten begleiten mich
- den Menschen,
ein Leben lang)
 
Ina Peters 

Kommentare:

  1. Woher wüssten wir, wie schön das Leben sich offenbaren kann, wenn es diesen Schmerz, diese Leere nicht gäbe? Letztlich wird der Schmerz vergehen, die Leere sich füllen und das Leben wieder wunderbar werden.
    Betrachte das Gemälde deines Lebens, beachte jedes Detail, weine, lache, brülle. Und dann verstau es und hole eine neue Leinwand hervor. Auf diesem jungfäulichen Leinen male nun dein neues Leben - und glaube mir: DIESES Gemälde wird schöner als alles, was du dir vorstellen kannst.
    Gestern starbst du, heute bist du, und morgen fliegst du wohin immer du willst.
    Das wünsch ich dir.

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    1. Was für eine wunderschöne Antwort! Man merkt, dass du wirklich schreiben kannst. Und ich freue mich sehr darüber. Den Optimismus, bald vielleicht wieder fliegen zu können, brauchte ich wirklich sehr! Ich danke dir für diesen wundervollen Worte!

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  2. Aber sicher wirst du fliegen, höher als je zuvor. Ich meine - wenn frau sich schon 'feuerfluegel' nennt ...
    :-)
    Schönes Kleidchen übrigens - passt sicher gut zu deinen Haaren (sofern sie noch schwarz-rot sind).
    Also Ina - streck deine Flügel in den Wind und flieg los!
    (BTW: Ich finde hier keine E-Mail-Ad von dir. Vielleicht schreibst du mir an gian_carlo (at) ronelli.at - du weißt schon, vorab lesen und so)

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  3. Hey,
    Ich bin gerade erst auf deinen Blog gestoßen, aber ich finde ihn echt toll :) Deswegen hast du jetzt einen Leser mehr :P
    Vielleicht hast du ja Lust auch auf meinem Blog vorbeizuschauen ;)

    LG Marcia ♥

    http://www.teabooksandfairytales.blogspot.com

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  4. Ein trauerendes Herz hört nur den Schmerz, aber nicht das Glück, bis es aufhört zu trauern und anfängt zu lächeln. Oft schweigt man sein inneres Ich an, sieht hinein, starrt vor sich hin und ist abgespalten von der Welt herum. Schreie, weine, lasse die Emotionen spriesen, bis du wieder in den Spiegel siehst und dein Ich wiederfindest.
    Es wird wieder da sein, es wird wieder zu dir kommen, es wird sich alles zum Besseren wenden.

    Partir c'est mourir un peu, Abschied nehmen ist immer ein wenig sterben. Deine gesäumten Augen wirst du einmal mit dem größten Schmerz öffnen müssen um wieder klar zu sehen. Der Tränenwall verschwindet, die Schlieren werden gehen. Heute tot, morgen begraben, am dirtten Tage auferstanden von den Toten, lebendig, frei und neu. Beginnend mit einem neuem Ich, neue Stärke.

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  5. Hey,

    Ich bin zufällig auf deinen Blog gekommen. Er ist sehr schön und regt zum nachdenken an.

    Lieben Gruß
    Doreen

    http://chaosbibliothek.blogspot.com/

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  6. Ein wirklich schönes Gedicht, dass einem zum Nachdenken über sich uns sein Leben anregt. Und sehr schöner Blog!

    Liebe Grüße
    Britta

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