Sonntag, 14. Juli 2013

Rezension: Ein Mann wie Mr. Darcy von Alexandra Potter

Alexandra Potter
Ein Mann wie Mr. Darcy
Goldmann TB (11. Feb. 2008)
Taschenbuch
Originaltitel: Me and Mr. Darcy
ISBN: 978-3442465033
416 Seiten
8,95 Euro

Eine märchenhafte Liebesgeschichte mit wunderschönem, literarischem Hintergrund und sympathischen, glaubwürdigen Charakteren.

Kurzbeschreibung:
Emily, Literaturliebhaberin und Geschäftsführerin eines Buchhandels, enttäuscht von der Männerwelt, entscheidet sich spontan eine Literaturreise auf den Spuren von Jane Austen mitzumachen. Eine Reise, die zunächst eher nach entspannter Langeweile riecht, entpuppt sich als richtiges Abenteuer. Emily trifft nicht nur auf Mr. Darcy, den Traum aller Frauen, Spike, einen gemeinen Journalisten, und einen Haufen sonderbarer aber liebenswerter Jane Austen Fans, sondern lernt auch einiges fürs Leben dazu. Am Ende siegt aber immer die Liebe.

Der gesamte Roman ist einfach herrlich geschrieben. Mit viel Witz und Charme bekommen alle Figuren eine eigene liebenswerte Persönlichkeit, mit denen man sich ohne Probleme identifizieren kann.
Emily, die Protagonistin des Romans, wirkt glaubwürdig, real, nah und ist so richtig eine Figur, mit der man mitfiebern, mitlachen, mitweinen und mitlieben will.
Sie ist nicht perfekt, aber ihre Art lässt sie einem ans Herz wachsen. Wer kennt nicht die Probleme mit furchtbaren Dates, nervigen Männern und dem geheimen Traum von DEM perfekten Mann. Und warum nicht so dunkel, leidenschaftlich und stolz wie Mr. Darcy?
So denkt auch Emily. Doch als sie den gutaussehenden Fremden kennen lernt, der sich als Mr. Darcy ausgibt, muss sie nach und nach bitter lernen, dass Fantasie und Realität nicht immer Hand in Hand gehen und die Fantasie in der Realität dann doch nicht so perfekt ist, wie gehofft.
Ihr Hoffen, ihr Bangen, ihre Wut, ihre Leidenschaften sind so herzerwärmend, märchenhaft geschildert, dass man das Gefühl hat, es könnte einem selbst passieren.
Auch ihr Hadern, ihre Zweifel und ihr anfängliches Misstrauen gegen den einzigen Mann der Reisegruppe Spike, ist vollkommen glaubwürdig. Auch wenn mir Spike, von Anfang an irgendwie ans Herz gewachsen war.

Und das ganze wird geschildert, vor der wunderschöne Kulisse des ländlichen Englands. Trotz der humoristischen Seite des Romans, schafft es die Autorin einem das Gefühl zu geben, eher in einem Roman von Jane Austen zu stecken, als in einem Zeitgenössischen Liebesroman. So wunderbar wird die Umgebung und die Atmosphäre der Orte beschrieben, die Emily zusammen mit dem Leser besucht.

Manche Wendungen des Geschehens sind voraussehbar. Aber das tut dem Lesegenuss keinen Abbruch. Manchmal habe ich das Gefühl, dass dieser Eindruck sogar gewollt ist und durch die Einschübe aus Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ nur verstärkt werden soll.
Im Grunde werden auch hier Nebengeschichten der anderen Charaktere erzählt. Aber diese überdecken nie die eigentliche Geschichte, nämlich die um Emily herum. Mit ihr zusammen entdeckt der Leser die Vergangenheit und Gegenwart der anderen Figuren. Alles wird in kleinen Häppchen gereicht und erhöht so die Spannung.
Der Stil der Autorin ist so flüssig, dass es einem nicht schwer fällt, das Buch in einem durch zu lesen, nur um traurig zu sein, dass es schon so schnell beendet ist.

Und wer ein Happy End, mit viel Seufzen und Lachen und Schwärmen erwartet, der wird nicht enttäuscht werden. Alle Handlungsstränge werden perfekt abgeschlossen ohne dabei in die Unglaubwürdigkeit abzurutschen.
Zum Schluss bekommt doch der reale Kerl, das Mädchen“ so oder so ähnlich, heißt es am Ende des Buches und perfekter könnte es gar nicht sein.

1 Kommentar:

  1. Hat zwar nichts mit der Rezension gerade zu tun, aber: Ich sehe, du liest gerade "City of Ashes". Wie ist es denn bisher? Habe vor ein paar Tagen erst "City of Bones" gelesen und will eig. auch bald mit dem Folgeband beginnen.

    Ansonsten ist es schön, mal wieder was von dir zu lesen und ich hoffe, dass auch sonst alles klar ist . :)

    Liebe Grüße,
    Nazurka

    AntwortenLöschen