Montag, 9. September 2013

Leserunde: Der Übergang von Justin Cronin (Update 1)


Kapitel 5:

Das fünfte Kapitel erklärt definitiv schon einmal einiges. Jonas Lear der Verfasser aus dem zweiten Kapitel ist also Hauptantriebskraft für das Projekt Noah. Er ist die treibende Kraft, der die Strafgefangenen verlangt um an ihnen Versuche durchzuführen und er ist es auch, der nach einem sechsjährigen Mädchen verlangt. Richards, einer der Leiter dieser Institution spekuliert, dass Lear die Hoffnung hat mit diesem Supervirus seine tote Frau wieder ins Leben holen zu können. Keine besonders scharfsinnige Motivation, aber irgendwie trotzdem plausibel und an dieser Stelle auch nicht fehl am Platz.

Grey selbst ist also Sexualstraftäter, ohne Familie und Freunde. Das erklärt, was „diese Sache“ in seiner Vergangenheit ist, wenn es auch bisher nur angeschnitten wurde. Außerdem scheint Grey auf irgendeine sonderbare Art und Weise mit Patient Zero verbunden zu sein.

Genauso wie Richards mit dem schwatzenden Patienten verbunden zu sein scheint.

Es stellt sich auch heraus, dass diese „Mutanten“ die ehemaligen Strafgefangenen sind, denen man anscheinend das Virus injiziert hat. Außerdem scheint die ganze Einrichtung von Träumen heimgesucht zu werden.

Mir stellt sich erst einmal die Frage, ob Lear und die Leute dort vom Projekt NOAH vorhaben wirklich nur alle Krankheiten zu heilen, oder ob sie eine Art menschliche Superwaffe heran züchten wollen. Ich vermute dass jeder da so seine eigene Intention hat.

Außerdem wird an einer Stelle der „Zustand der Welt“ erwähnt. Und außerdem, dass sie sich im Krieg befinden. Zuvor wirkte die Welt auf mich noch einigermaßen „normal“. Doch nach und nach bekomme ich den Eindruck, dass wir uns in einer Art Endzeitsetting befinden. Viele Checkpoints und Straßensperren und Scanner. Das wirkt irgendwie nicht ganz normal. Viele Hinweise auf Attentate und Anschläge aus der fiktiven Vergangenheit. Und eben die Erwähnung von Krieg. Es wirkt alles etwas verkommen.

 
Kapitel 6:

Ich ging zuvor davon aus, dass Amy ein "normales" Kind ist. Vielleicht etwas weniger normal auf Grund ihrer verstörenden Vergangenheit, aber eben im Grunde normal. Ich dachte bisher auch, dass Projekt NOAH, bzw. Lear ein Mädchen sucht, dass schnell vom Radar verschwinden kann. Eben halt "irgendein“ Mädchen ohne Familie etc.
Aber mal abgesehen von den Reaktionen der Tiere sagt Amy ja auch noch:


„Sie wissen was ich bin“

Anscheinend ist Amy sich darüber im Klaren, dass sie etwas Besonderes ist. Dürfte nach der Aktion nicht mehr so einfach sein, Amy verschwinden zu lassen, ohne dass jemand fragt. Es sei denn man nimmt einen Haufen toter Nonnen in Kauf.

Und zu Lacey, die immer deutlicheren Anspielungen zu ihrer Vergangenheit fand ich ja schon entsetzlich. Dann ihre Vision der Apokalypse. Kann man ja abtun als Stresssyndrom gepaart mit ihrer ja sowieso schon übermäßigen Gläubigkeit. Aber in Anbetracht der vorherigen Ereignisse halte ich es für wahrscheinlich, dass da mehr hinter steckt. Der Autor schont seine Figuren nicht gerade.

Außerdem Lacey hat Träume aus ihrer Vergangenheit als Amy in der Nähe ist.
Grey hat Träume aus seiner Vergangenheit weil er sich mit Patient Zero beschäftigt.
Richards hat Träume als er sich dem schwatzenden Versuchsobjekt beschäftigt.
Ob es da eine Verbindung gibt? Zwischen Versuchsobjekt und "Betreuer"?


Kapitel 7:

Carter erinnert mich in seiner Art und seinem Verhalten enorm an John Coffey aus Stephen Kings Green Mile. Liebenswert, falsch verstanden, etwas zurück geblieben. Ich für meinen Teil habe furchtbares Mitleid mit Carter.

Amys Entführung trat dagegen für mich etwas in den Hintergrund. Wirkte ein wenig gewollt.

Kapitel 8:

Ich hatte ja im Grunde schon damit gerechnet, dass Wolgast Amy retten will – zumindest früher oder später. Und die schnelle Verbindung zwischen den beiden erkläre ich mir mit Amys besonderen Fähigkeiten. Worin auch immer die bestehen mögen. Ich meine sie kommuniziert ja auch mit Eisbären. Trotzdem – Gott sei Dank, ging diese „Rettungsaktion“ daneben. Diese ewigen Fluchtgeschichten langweilen mich sehr schnell. Trotzdem frage ich mich ein wenig, ob die vom NOAH-Projekt – wenn die doch ach so mächtig sind – es nicht hinkriegen müssten mal eben so eine Fahndung zu stoppen oder im Sande verlaufen zu lassen. Die lassen doch auch Menschen „mal eben“ verschwinden. Kam mir etwas merkwürdig vor.

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