Samstag, 7. September 2013

Rezension zu Drachengesang - Die Drachenreiter von Pern 3 von Anne McCaffrey

Anne McCaffrey
Drachengesang
Heyne (1997)
Taschenbuch
Originaltitel: Dragonsong
174 Seiten
(neu aufgelegt 2008 bei cbt unter Drachenlied)

Kurzbeschreibung: 
Die musikbegabte Menolly leidet unter dem Druck ihres Vaters und ihres Volkes. Denn Musik ist in ihrer  Heimat für Mädchen strikt verboten. Um dem Verbot zu entgehen, läuft sie von zuhause fort. Bei einem Sporenfall kann sie sich nur knapp retten. Und sie rettet nicht nur sich, sondern schließt Freundschaft mit einer kleinen Horde von geheimnisvollen Feuerechsen.

Drachengesang ist der dritte Teil der Drachenrreiter von Pern Saga. Er kann eigenständig (im Zusammenhang mit Drachensinger und Drachentrommeln) gelesen werden, da alle drei Teile eine Trilogie innerhalb der Reihe bilden.

Dennoch empfiehlt es sich, meiner Ansicht nach, auch die beiden Vorgänger zu lesen, da viele Orte und viele Figuren als Randpersonen wieder auftauchen und so das Lesevergnügen beträchtlich höher ist, als ohne die zuvor genannten Informationen.

Zum Buch selbst kann ich nur sagen, dass es ein Leckerbissen für Zwischendurch ist. Vom Stil her einfach, aber ausgereift, die Charaktere, gerade die Hauptfigur, sind sehr sympathisch, und von ihren Handlungen her wunderbar gelungen. Die Szenen wechseln angenehm zwischen spannend und emotional, bis zu alltäglich und ruhig.

Die Beschreibungen der anderen Figuren reduzieren sich auf ein Minimum, ohne sie als gesichtslose Gestalten am Rande zu verlieren. Die Beschreibungen der Orte und des Settings ist ebenfalls bündig und auf den Punkt gebracht.

Gerne hätte die Autorin gerade die emotionale Szene, als die Hauptfigur ihre Feuerechsen findet und eine Bindung zu ihnen eingeht  näher beschreiben dürfen. Denn diese Gelegenheit bildet einen der größten Wendepunkte der Geschichte. Außerdem hätte auch die Gegenüberstellung, die die Protagonistin erlebt, etwas ausführlicher betrachtet werden können. Aber im Großen und Ganzen bringt gerade das Simple und Einfache des Stils die tieferen Emotionen, die beim Leser geweckt werden auf den Punkt.

Inhaltlich ist ebenfalls nichts an der Geschichte auszusetzen. Wer Drachen und Feuerechsen (von mir liebevoll Miniaturfliegeviecher genannt) und Musik liebt, der wird hier voll auf seine Kosten kommen. Denn alle drei Themen stehen im absoluten Vordergrund und werden liebevoll und eindrücklich beschrieben.

Auch die Innensicht der Hauptfigur ist nachvollziehbar und ihr Konflikt mit sich selbst und ihrer arg engstirnigen Familie birgt einiges an Potential, dass die Autorin ausreizt ohne an ihre Grenzen zu gehen.

Das Ende bildet einen kleinen Höhepunkt, mit dem ich zwar halb gerechnet hatte, über den ich aber nicht weniger erfreut gewesen bin.

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