Mittwoch, 5. Februar 2014

Die etwas verspätete Jahresbilanz 2013


Es tut mir wahnsinnig leid, dass ich erst Anfang Februar dazu komme, meinen Jahresabschluss für 2013 zu schreiben. Aber die letzten Monate waren – vorsichtig ausgedrückt – sehr turbulent. Aber jetzt bin ich sehr glücklich – mehr als zufrieden und habe vor allem meine Leidenschaft für alles Mögliche wieder entdeckt. Es gibt nichts Gemütlicheres als am Abend mit dem besten Menschen und den zwei besten Katzen im Bett zu liegen und zu lesen. Ich halte also erst  Mal an meiner Zuversicht fest, dass ich wieder regelmäßig rezensieren und bloggen werde.

Vielleicht schiebe ich zwischendurch auch mal wieder ein Lesewochenende mit meiner besten Freundin ein. Versprechen werde ich natürlich nichts. Aber es wäre ja schade um all die guten Bücher, wenn sie unreflektiert gelesen werden ;-)

Aber fangen wir mal mit der Statistik an:

Anzahl gelesener Seiten: 22 701

Das sind grandiose 11 924 Seiten mehr als in 2012. Es war viel leichte Lektüre dabei, aber dennoch ist es mehr als das Doppelte. Kann sich also durchaus sehen lassen.

Anzahl gelesener Bücher: 48

Mein Ziel von 50 Büchern in einem Jahr habe ich nicht geschafft. Ich muss zugeben, dass ich auch einige Bücher begonnen aber bisher nicht beendet habe. Darunter fallen zum Beispiel „Scar Night – Die Kettenweltchroniken 1“ von Alan Campbell und „Narziss und Goldmund“ von Hermann Hesse.

Von dem ersten Buch habe ich etwa die Hälfte gelesen, bzw. mich durch die erste Hälfte hindurch gequält. Thematisch klang das Buch große Klasse und auch das Cover war sehr ansprechend und für 3 Euro aus der Grabbelkiste sagt der Büchernarr ja auch nicht nein. Hätte ich mir für die 3 Euro mal Bonbons gekauft.

Der Hesse gefällt mir von allen Büchern des Autors bisher am Schlechtesten. Bisher habe ich alles geliebt, was ich von ihm gelesen habe, aber bei diesem Roman hakt es dann doch. Außerdem habe ich noch den fünften Band der Dunklen Turm Saga von Stephen King angefangen herum stehen. Den zweiten Teil der Nebelchroniken von Brandon Sanderson und noch einiges mehr. Also im Grunde brauche ich mir keine Vorwürfe machen, dass ich das Ziel von 50 Büchern nicht erreicht habe. Lesen ist kein Wettbewerb sondern soll Freude machen.

Durchschnittliche Seitenzahl pro Buch: 473 Seiten

Nicht der dickste Wälzer, der dabei im Durchschnitt heraus gekommen ist, aber es waren wirklich sehr viele unterschiedlich dicke Bücher dabei. Einige hatten über 1000 Seiten. Andere dagegen erreichten nicht ein Mal die 200 Seiten Grenze.

Anzahl der Rereads: 4

Da ich mir dieses Jahr „Ewiglich die Hoffnung“ von Brodi Ashton gekauft habe, wollte ich vorher noch einmal „Ewiglich die Sehnsucht“ gelesen haben, um mein Gedächtnis aufzufrischen. Bei beiden Büchern hat es mir sehr viel Freude gemacht, sie zu lesen. Außerdem habe ich die ersten drei Bücher der Wahrheiten Reihe von Dawn Cook ein weiteres Mal gelesen. Die Bücher lese ich ja wirklich sehr oft. Aber sie gefallen mir einfach immer und immer wieder ausnehmend gut. Nur den vierten Teil mochte ich nicht noch mal lesen.

 
Genreeinteilung:
Fantasy: 18
Romance: 13
Andere Romane: (Historisches und schwierige Einteilung): 8
Science Fiction: 1
Thriller/Krimi: 3
Endzeit: 3
Kanon: 2

Wie all die Jahre zuvor führt die Statistik immer noch das Genre Fantasy an. Auch wenn die Liebesromane ihr sehr nah auf den Fersen sind. Aber im Grunde waren einige Bücher dabei, die man in beide Genres hätte einteilen können und die sind diesmal bei Romance gelandet. Alles andere hält sich ja in übersichtlichen Grenzen. Außerdem war mir 2013 einfach sehr oft nach leichter und vor allem träumerischer Lektüre. Aber jetzt habe ich ja selbst anscheinend wieder Glück in der Liebe und da brauche ich dann keinen Ersatz in Büchern mehr.

Lese-intensivster Monat:  Der Oktober mit 4881 Seiten und 9 beendeten Büchern

Fast 5000 Seiten in einem Monat, da war ich schon ziemlich stolz auf mich. Gerade wenn man bedenkt, dass ich 9 Stunden auf der Arbeit sitze jeden Tag. Morgens und Abends beim Bahnfahren Gesellschaft habe und nebenbei auch noch lerne.

Lese-ärmster Monat: Im März, September und Dezember habe kein einziges Buch beendet.

Was natürlich nicht heißt, dass ich nicht gelesen habe. Aber es waren Monate in denen viel passiert ist, ich emotional etwas durcheinander war und/oder unglaublich viel unterwegs gewesen bin.


Bestes Buch 1. Quartal: Der unsterbliche Prinz – Die Gezeitensternsaga 1 von Jennifer Fallon

In diesem Zeitraum war es schwierig das beste Buch auszuwählen, da ich Anfang des Jahres einige wirklich gute Bücher in der Hand hatte. Aber das Rennen hat dann doch dieser wunderbare Fantasyroman gemacht, ganz knapp vor der, irgendwie verstörende Lektüre von „Der Zementgarten“ von Dab Abnett.  Aber Jennifer Fallon hat einfach Klasse und sie schreibt wunderbar ruhig, aber mit tollen, vielschichtigen Charakteren und einem Weltenentwurf der einfach Seinesgleichen sucht.


Bestes Buch 2. Quartal: Eindeutig Liebe von Jessica Thompson

Ein klassischer Liebesroman, könnte man meinen. Meint man aber auch nur. Dieses Buch war ein Spontankauf, als ich meine beste Freundin das erste Mal zum Flughafen gebracht habe, als sie nach Australien geflogen ist. Ein tolles Buch mit zwei großartig, liebenswerten Protagonisten, Kribbeln in den Fingerspitzen, ohne langgezogene Stellen, ohne Übertreibungen. Einfach nur ein wirklich schönes Buch.

 


Bestes Buch 3. Quartal: Glas – Der dunkle Turm 4 von Stephen King

In diesem Quartal gab es leider einige, bzw. recht viele eher schwächere Bücher. Nicht, dass die Bücher miserabel gewesen sind, aber es war eben auch kein richtiger Knaller dabei. Glas habe ich aber zur gleichen Zeit gelesen wie meine beste Freundin und außerdem liebe ich diese Endzeitwelt, die King mit seiner Reihe erschaffen hat. Auch die Rückblenden in Roland Vergangenheit konnten mich absolut begeistern.


Bestes Buch 4. Quartal: Ritter des Throns – Die Chroniken von Hythria von Jennifer Fallon

Ende des Jahres habe ich wieder viele Bücher gelesen, die wirklich großartig gewesen sind. Der Übergang gehört noch dazu, aber kann nicht gewinnen, auf Grund des wirren und eher schlechten Endes. Die Bücherdiebin und die Mondspielerin lagen auch noch im Rennen, aber Ritter des Throns hat einfach alle anderen getoppt und wird gleichzeitig auch gekürt zum Besten Buch insgesamt. Denn es hat gleichzeitig einen hohen, gut durchdachten Unterhaltungswert, aber hat ebenfalls noch tolle Charaktere, eine tolle Welt, und hat noch einigen Anspruch auf das Denkvermögen.

Bestes Buch insgesamt: Ritter des Throns – Die Chroniken von Hythria von Jennifer Fallon

 

Dickstes Buch: Ich bin sehr stolz auf meine beiden dicksten 2013 gelesenen Bücher. Einerseits Die Flammen der Dämmerung mit  1056 Seiten , dicht gefolgt von Der Übergang mit 1040 Seiten. Bei beiden war es trotz aller Schwächen nicht besonders schwer, sie in angemessener Zeit zu lesen.

Dünnstes Buch:  Ausgerockt mit 165 Seiten, dann Drachengesang mit 174 Seiten und Der Zementgarten mit 208 Seiten. 3 Vollkommen unterschiedliche Bücher.

Schlechtestes Buch gesamt: Das Haus von San Gregorio von Danielle Steel und  Der Spiegel aus Feuer und Eis von Lynn Raven

Es wunderte mich eigentlich nicht, dass das Steel Buch Mist war, es hätte mich aber beinahe in ein großes Lesetief gerissen, da es bereits im Januar auf meiner Leseliste gestanden hat. Der Spiegel aus Feuer und Eis hat aber einige gute Kritiken bekommen, und ich hab es mal irgendwann für 3 Euro bei den Restposten gefunden, aber Meins war es nicht. Es war auch beim zweiten Anlauf eine Qual.

Lustigstes Buch: Keines

Die Bücher die lustig gewesen sein sollen, waren es leider nicht

Größte Enttäuschung: Der Gefangene des Himmels von Carlos Ruiz Zafon und Die Flammen der Dämmerung von Peter V. Brett

Beide Bücher waren nicht an sich schlecht, aber beide konnten meine Erwartungshaltung, die ich an sie hatte, einfach nicht erfüllen. Der Gefangene des Himmels ist vom Autor meines Lieblingsbuches geschrieben und sprachlich ist es sicher ein top Buch. Aber die Geschichte um meinen Lieblingscharakter aus „Der Schatten des Windes“ hätte sehr viel mehr Potential gehabt, hätte auf eine andere Weise erzählt werden müssen. Alles in Allem, ich war enttäuscht.



Und „Die Flammen der Dämmerung“ waren auch deutlich schwächer als seine Vorgänger. Gerade der „große Kampf“ am Ende war ein wenig zu sehr in die Länge gezogen und die Gegner werden immer übermächtiger, je übermächtiger auch die Protagonisten werden. Vor allem der Charakter Renna ging mir so dermaßen auf den Keks, dass es das Lesevergnügen um einiges geschmälert hat.

Aber der Anfang war toll mit seiner neuen Perspektive.

 
Anderes:

Alles in Allem war es ein sehr angenehmes, sehr gelungenes Lesejahr. Ich bereue nur, nicht zu allen Büchern etwas gesagt zu haben und ich hoffe, dass ich das dieses Jahr ändern kann. Vielleicht muss man mir ab und an einfach mal in den Hintern treten.

Im Moment macht mir das Lesen auf jeden Fall sehr viel Spaß. So viele Bücher habe ich ja bisher 2014 nicht beendet, aber alle, die ich beendet habe, haben mir sehr gut gefallen.

Jetzt muss sich Patrick Rothfuss nur ein wenig beeilen mit seiner Königsmörder-Chronik und ich habe noch ein paar Bücher auf meiner Leseliste:


Das Känguru-Manifest von Marc-Uwe Kling werde ich als nächstes beenden.

Dann kommt „Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand“ – weil ich schon so viele unterschiedliche Meinungen dazu gehört habe, dass ich es dann doch mal lesen muss um mir mein eigenes Bild zu machen. Gut, dass mir ein Freund das Buch leihen konnte.

Dann fehlt noch „Ein gutes Omen“ – das Lieblingsbuch meines Vorgesetzten

Und „Die Bibel nach Biff“ – die muss ich mir aber erst mal irgendwo besorgen.

1 Kommentar:

  1. Gleich 2 Fallons in der Liste! Da freut sich die Mila xD <3

    ..Gut, dass ich "Scar Night" damals nicht gelesen habe, das war lange auch auf meiner Wunschliste :D

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