Sonntag, 2. November 2014

National Novel Writing Month - Tag 1 und 2


Aus Rauch und Rache
Wortzahl gesamt: 9386
geschriebene Tage: 2


Der National Novel Writing Month - kurz NaNo - hat dieses Jahr ziemlich erfolgreich für mich begonnen. Noch bevor ich angefangen hatte zu schreiben, hatte ich einige Schlüsselszenen im Kopf und Dank des Brainstormings mit meinem Partner hatte ich einige Grundbegriffe und Gegegenheiten meiner Welt schon festgelegt und einige mehr oder wenige gut ausskizzierte Notizen. Und ich war aufgeregt. Konnte es den ganzen Freitag kaum erwarten los zu legen.

Tag 1

Geschriebene Worte: 2003

Um Mitternacht wollte ich unbedingt noch die ersten Zeilen schreiben. Ich hatte mich entschieden jedem Kapitel einen Auszug aus einem fiktiven Geschichtswerk voran zu stellen, in dem Regionen, kulturelle Bräuche und Ansichten im Bezug auf das folgende Kapitel nieder geschrieben wurden. Dem Chronisten gab ich - aus Dank - den abgewandelten Vornamen meines Mannes. Martinus von Immernacht.

Ich hab es geschafft in etwa 1 1/2 Stunden meinen Prolog vollständig zu schreiben und habe dabei etwas mehr als das Tagessoll erfüllt.
Der gesamte erste November war ja ansonsten krass verplant und daher blieb mir kaum Zeit weiter zu schreiben.

Der Prolog war eine Abwandlung eines Themas, das ich schon häufiger mal zu schreiben versucht hatte, das aber immer wieder nach wenigen Worten stagnierte und nie in das Gesamtkonzept zu passen schien. Diesmal lief es wunderbar. Das Thema fügt sich nahtlos ein, war mysteriös genug für einen Prolog und legt den Grundstein für die Kapitel, die in der Vergangenheit angesiedelt sind.
Ich war mehr als zufrieden.

Tag 2

Geschriebene Worte: 7383

Da heute Sonntag war und außer Salat zum Abendessen machen nicht viel mehr anstand, hatte ich heute einige Zeit zum Schreiben und Schlafen. Ich habe die 10.000 zwar nicht mehr geknackt, aber ich habe für meine Verhältnisse einiges geschrieben und ich bin glücklich sowohl mit meinen bisherigen Charakteren, als auch mit meinen fiktiven Geschichtstexten und dem Verlauf meiner fertigen und unfertigen Kapitel.

Kapitel 1 spielt in Eden und hat Ehrim, eine Wissenschaftlerin, deren Schwerster gerade gestorben ist, zum POV-Chars. Sie erlebt allerhand Dinge, während sie dem Hausstand der toten Schwester einer Inventur unterzieht. Unter anderem entdeckt sie ein grauenvolles Geheimnis. Dieses Geheimnis steht im engen Zusammenhang mit den Kapiteln eines anderen POV.
Das Kapitel ist bereits fertig.

Eigentlich sollte dann Kapitel 2 folgen, aber ich war gerade so im Schreibfluss und war gerade dabei Ehrim besser kennen zu lernen, dass ich einfach ihre Geschichte weiter verfolgen musste. Also schrieb ich Kapitel 4 als nächstes.
Sie bekommt, noch geschockt von ihrer Entdeckung, Besuch von der Traumtänzer-Zunft und wird vor eine Wahl gestellt, die sie ungern treffen möchte. Diese Wahl ist ein weiterer Grundstein für eine andere Plotline.
Auch dieses Kapitel (mit einer kurzen Rückblende in Form einer Erinnerung) ist bereits beendet.

Nach einem Mittagsschlaf, Abendessen und dem Film "Der Name der Rose" habe ich noch knapp 2000 Worte mehr geschrieben und die erste Szene meines zweiten Kapitels abgeschlossen. Dort soll es morgen weiter gehen.
Diesmal ist Ketienne aus den Facaultschen Landen mein POV. Er ist der Sohn des herrschenden Großhändlers. (der nebenbei bemerkt ein riesiges Arschloch ist), der kurz vor seiner Volljährigkeit bei einem Gespräch mit seinem Vater die Aufgabe bekommt, ihn zu einem bestimmten Ort zu begleiten. Und soviel ist sicher - der Ort ist anders, als Ketienne es sich ausmahlt. Dort wird dann der Grundstein für seine erste stille Rebellion gegen den Vater gelegt.

Jetzt bin ich aber erstmal müde. Morgen werde ich die 10k knacken und vielleicht sogar 15k. Das wäre dann so mein persönliches Tagesziel. Vielleicht schaffe ich es dann auch, meine beiden weiteren POVs einzuführen. Jeder für sich - eine interessante Figur, wie ich hoffe.

Kommentare:

  1. Ich bin ja immer wieder fasziniert, wie man solche Wortzahlen schaffen kann. Für mich ist ja selbst im NaNo-Rausch das tägliche Minimalpensum schon eine Herausforderung und es ist bei mir in den letzten Jahren nur sehr selten vorgekommen, dass ich mal an einem Tag über 3000 Wörter geschafft habe.
    Dieses Jahr bin ich leider aus Zeitgründen erst gar nicht mit dabei, aber irgendwann passt es hoffentlich wieder.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß beim Schreiben!

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    1. Au vielen Dank :) So viele Worte sind für mich aber auch eher die Ausnahme. Irgendwie motiviert mich vor allem, dass mein Partner mittags und abends immer aufgeregt anmerkt, dass er unbedingt weiter lesen will. :)

      Hoffe du bist dann nächstes Jahr wieder dabei. NaNo Tagebuch ist aber dieses Jahr auch das Erste Mal für mich. Aber es hält mich motiviert. :)

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    2. Sowas spornt natürlich an, ja. Ich mag allerdings meine Sachen immer erst aus der Hand geben, wenn sie fertig und überarbeitet sind. :/

      Dass es nächstes Jahr endlich mal wieder klappt bei mir, hoffe ich auch!

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    3. ^^ Ich krieg meine Sachen nie fertig ;) Daher funktioniert das für mich nicht :-D Ich weiß, ich bin faul hehe. Die einzigen Sachen die ich beendet habe, da hatte ich immer jemanden der mir getreten hat weil er oder sie weiter lesen wollte...

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