Dienstag, 10. Februar 2015

[Buch unterwegs...] Thrillerzeit mit Nephilim und einem Patienten

In letzter Zeit scheint Thriller-Zeit zu sein. fast überall laufen mir Krimis und andere Suspense-Bücher über den Weg.

Aus der S-Bahn kam mir letztens eine Frau Mitte 40 entgegen, das Haar leicht ergraut, den Daumen zwischen den Seiten eines Buches, mit den Zähnen auf die Unterlippe beißend.
Unwillkürlich fragte ich mich, ob sie wohl gerade bei einer spannenden Stelle war und sich fragte, wie es wohl weiter gehen würde in...


Der Patient von John Katzenbach



Amazon sagt dazu:

Am Abend seines 53. Geburtstages verwandelt sich das Leben des New Yorker Psychiaters Dr. Frederick Starks in einen Alptraum. Im Wartezimmer seiner Praxis liegt ein Brief mit der Überschrift »Willkommen am ersten Tag Ihres Todes!« – unterzeichnet von einem »Rumpelstilzchen«. Starks hält das zunächst für einen üblen Scherz, doch er wird auf grausame Weise eines Besseren belehrt. Der Unbekannte zwingt ihn zu einem teuflischen Spiel: 15 Tage lässt er seinem Opfer, um herauszufinden, wer »Rumpelstilzchen« in Wahrheit ist. Sonst wird er Starks’ Familie umbringen, einen nach dem anderen – es sei denn, der Psychiater gibt auf und opfert sein eigenes Leben. Ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel beginnt.

Ich habe von John Katzenbach vor Jahren mal Die Anstalt gelesen und hatte riesige Erwartungen, da ich das Thema rund im Psychatrien sehr sehr mag.
Leider hat mich das Buch sehr enttäuscht und viel hängen geblieben ist auch nicht. Ich finde zwar, dass die Klappentexte von Katzenbach-Romanen oft sehr sehr spannend klingen, aber bisher habe ich mich nicht noch ein mal an ein Buch von ihm heran getraut. Und ich denke das werde ich auch nicht mehr. 

Ansonsten gibt es zur Zeit eine neue Wendung zum Thema städtischer Nahverkehr. Die meisten Leute haben spitz bekommen, dass eine bestimmte Bahn verspätet, gar nicht, oder nur unregelmäßig kommt und nehmen daher immer die Bahn, die davor kommt und die zu einer anderen Linie gehört.
Diese Bahn ist dementsprechend immer brechend voll. 
Da ich morgens aber die Zeit habe auf die verspätete Bahn zu warten, lasse ich die andere einfach vorbei fahren. So bekommt man in dem verspäteten Zug immer einen Sitzplatz.
Ein paar wenige andere Menschen machen es genauso wie ich. Und bemerkenswert ist, wie ruhig es morgens auch einmal ist und wie viele Menschen lesen, statt zu streiten.

Ein Mädchen - vielleicht Schülerin oder frische Studentin saß zumindest heute morgen in eben jener U-Bahn und hatte folgendes Buch auf dem Schoß.


Nephilim von Asa Schwarz



Amazon sagt dazu:

Ein grausamer Ritualmörder hält Stockholm in Atem. Einflussreiche Konzernchefs werden verstümmelt und in ihren Wohnungen obszön arrangiert. An den Wänden prangen mit Blut geschriebene Bibelzitate. Schnell scheint der mutmaßliche Täter für die Polizei festzustehen: die junge, radikale Umweltaktivistin Nova Barakel.
Doch Nova hat ganz andere Sorgen. Der mysteriöse Selbstmord ihrer Mutter scheint nur der Anfang von unglaublichen Geschehnissen zu sein. Wer ist in ihr Haus eingebrochen? Wieso erhält Nova ein Millionenerbe? Und wie gefährlich ist der Mann, der ihr weismachen will, dass ihre Mutter lebt und den Kampf der gefallenen Engel anführt, die sich Nephilim nennen.

Das Cover ist mir direkt aufgefallen, möglicherweise hätte ich die Leserin sonst übersehen. Der Klappentext spricht mich jetzt allerdings nicht an.
Die mögliche Vermischung mehrerer Genres finde ich immer schwierig und schreckt mich beim Kaufen eher ab. 

Ansonsten bin ich nun gespannt, was in den nächsten Tagen wieder so gelesen wird. 

Kommentare:

  1. Liebe Feuerflügel,

    mir gefällt dein Blog so, dass ich deinen Blog für den liebster Award nominiert habe. Näheres dazu hier: http://nicigirl85.blogspot.de/2015/02/mein-erstes-mal.html

    Es wäre schön, wenn du mitmachst. :-)

    LG
    Janine

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    1. Ich fühle mich geehrt und danke dir sehr :)

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  2. Bei mir ist auch gerade Krimizeit angebrochen, wobei ich irgendwie in den letzten Tagen kein gutes Händchen bei der Auswahl meiner Bücher hatte und deswegen sehr froh bin, dass ich mit Quentin Bates gerade sehr schön bodenständige Island-Krimis lesen kann.

    Katzenbach hat mich noch nie gereizt, ich finde die Klappentexte so schrecklich reißerisch, und auch der zweite erspäte Zug-Roman würde mich nicht verlocken. Dafür kann ich sehr gut verstehen, dass du lieber morgens ein bisschen wartest und dafür in der Bahn deine Ruhe hast. :)

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    1. Reißerische Klappentexte sind ja gar nicht mal so das Problem für mich ;) Aber schwierig wird es dann, wenn das Buch seine Versprechen nicht halten kann. Die Anstalt damals zog und zog sich, und das Ende wirkte, als sei dem Autor nichts besseres eingefallen. Katzenbach wird wohl von mir nicht mehr gelesen werden.
      Ich schau mich mal um, vielleicht finde ich ja noch mehr Unterwegs-Krimis für dich :)

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    2. Aber so uninspiriert reißerisch. Überhaupt sind Klappentexte inzwischen wirklich ein Problem, weil sie sich alle gleich anhören - wie soll man denn da Lust auf das Buch bekommen? ;)

      Danke! :D

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    3. Früher habe ich meine Bücher glaub ich sehr nach Klappentext gekauft oder geliehen - aber das hat sich wirklich geändert - jetzt wo du es ansprichst fällt mir das erst mal auf, dass ich wirklich meine Bücher nach anderen Kriterien aussuche :)

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