Freitag, 20. März 2015

Rezension: Drachenzorn – Die Feuerreiter Seiner Majestät 3 von Naomi Novik

Drachenzorn
Naomi Novik
Blanvalet (Sep. 2007)
Originaltitel: Black Powder War
ISBN 13: 978-3442244454
Taschenbuch
512 Seiten
8,95 Euro

Kurzbeschreibung

Will und Temeraire verlassen China Richtung England. Doch zuvor erreicht sie ein Befehl, der die beiden mit samt ihrem Team in die Türkei sendet um dort drei Dracheneier in Empfang zu nehmen und sicher nach England zu begleiten.
Doch dabei kommt es zu unvorhersehbaren Ereignissen und bald schweben die ungleichen Freunde zwischen den Fronten eines großen Krieges in einer noch größeren Gefahr.

Allgemeines

Den dritten Teil hatte ich direkt begonnen, nachdem ich mit dem zweiten Teil fertig war. Leider konnte mich der Anfang wieder nicht so richtig fesseln und daher habe ich das Buch pausieren lassen und ein paar andere Bücher dazwischen geschoben.
Letztendlich zeigte sich auch in diesem Band, dass die Autorin immer eher schwach beginnt und dann immer stärker wird.
Leider gefiel mir der dritte Teil bisher von allen am Schlechtesten, auch wenn zwischendurch einzelne Szenen wieder sehr stark, sehr emotional und sehr fesselnd waren.

Aufbau

In diesem Buch reisen mir die beiden Protagonisten einfach zu viel. Erst von China nach Istanbul, dann von Istanbul nach Preußen und in Preußen dann von Stadt zu Stadt. Daher kam es häufiger mal zu Längen und einige Stellen lasen sich Dank zu vieler Wiederholungen ein wenig langatmig.
Generell gefielen mir die Szenen in Istanbul am Wenigstens. Denn hier erfährt man sehr wenig über die fremde Kultur und noch weniger über ihren Umgang mit den Drachen.
Dennoch gab es auch hier ein kleines Highlight.
Denn auf ihrer Überquerung des Gebirges begegnen Temeraire und Will einigen wilden Drachen und die Szenen fand ich großartig.
Leider wurde hier aus dem gegebenen Potential viel zu wenig gemacht.
Gerade im Zusammenhang mit den Wilden hätte ich mir noch mehr Interaktion gewünscht.
Daher wirkte auch ihr späteres erneutes Auftauchen mehr wie ein Deus ex Machina. Dennoch kann ich das der Autorin verzeihen, denn es gab winzige Hinweise und außerdem fand ich die Drachen toll und sowieso und überhaupt.

In Preußen selbst erfährt man wieder mehr über den Umgang mit den Drachen, aber ansonsten war mir zu viel Kriegstreiberei im Spiel, das lange Hin und Her war mir zu viel Gedaddel und die Beziehung zwischen Will und Temeraire und ihre charakterliche Entwicklung stagnierte zu sehr.

Doch auch hier, wie schon angesprochen, einige wirklich gute Szenen. Ich denke ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass eines der Eier vor der Zeit schlüpft und die Szenen mit dem Jungtier sind sehr amüsant und erheiternd. Auch wenn das Kleine manchmal ein wenig zu sehr nervt und ein wenig zu überspitzt dargestellt wird.
Trotzdem mag ich das, weil es einfach deutlich macht, dass auch die Drachen wirklich große Unterschiede in ihrer Persönlichkeit haben.

Die menschlichen Nebenfiguren kommen wieder ein bisschen zu kurz. Einige kann ich immer noch nicht richtig auseinander halten, weil sie einfach zu gesichtslos bleiben, andere (wichtigere) Figuren jedoch bekommen nach und nach mehr Charisma.

Fazit

Ein sehr solides Buch, dass ein bisschen schwächer ist als seine Vorgänger aber mit Unmengen an Potential für die weiteren Bände daher kommt und auf jeden Fall Lust auf mehr macht. 

Ich habe den Fehler gemacht in die Leseprobe hinein zu lesen für den nächsten Band und was ich da so gesehen habe, ließ mir ein bisschen den Atem stocken. Ich war richtig entsetzt und habe Angst weiter zu lesen, weil ich sicher heulen muss.
Daher schiebe ich den vierten Band gerade noch ein wenig auf. Auch weil das der letzte Band der Reihe ist, den ich auf dem SUB stehen habe.

Weiterverfolgen werde ich die Reihe aber auf jeden Fall.  

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