Montag, 2. März 2015

Vorgelesen: Der Name des Windes – Königsmörder-Chroniken 1 von Patrick Rothfuss

Über das Buch an sich

Ich habe das Buch schon ein mal gelesen und ich habe es sehr gemocht. Die Geschichte ist bemerkenswert unaufgeregt, der Stil nahezu poetisch, die Charaktere interessant und liebevoll ausgestaltet, die Welt zwar nicht unfassbar innovativ, aber in ihrer Schlichtheit sehr angenehm und authentisch.
Der Wechsel zwischen Rahmenhandlung und Erzählung ist angenehm fließend und in sich schlüssig und beide Handlungsstränge sind interessant zu verfolgen.

Vorgelesen

An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen darüber zu berichten, wie es mir beim Vorlesen des Buches ergangen ist.
Im Großen und Ganzen war es ein sehr angenehmes Vergnügen. Da ich den Hang dazu habe, den verschiedenen Figuren auch unterschiedliche Stimmen zu geben, war ich sehr froh, dass es nicht unendlich viele Figuren gab, sondern die Masse an Nebenfiguren überschaubar war. Außerdem hat jede Figur ihre eigene Persönlichkeit, was mir bei der spontanen Stimmenwahl sehr zu Gute kam.

Auch einen kealischen Akzent habe ich mitgelesen, was angenehm war, da es zwei sehr verschiedene Figuren mit dem Akzent waren.
Denna hat eine etwas dunkleren, nahezu verruchte Stimme bekommen, Fela dagegen eine etwas mädchenhaftere. Lorren vollkommen ausdruckslos, der Bösewicht ein wenig zischelnd, Sim eine etwas höhere Jungenstimme, Wil immer mit Akzent und und und. Am liebsten habe ich wohl den arroganten, schnöseligen, hochnäsigen Ambrose gelesen.

Die wenigen Lieder, die angesprochen wurde, habe ich nicht gesungen. Ich bin nicht besonders gut darin im Lesefluss auch noch eine Melodie zu entwerfen, aber ich denke, das hat dem ganzen Vergnügen keinen Abbruch getan.
Ansonsten habe ich zwischen den Absätzen Pausen gemacht, vor jedem Kapitel eine etwas längere.

Alles in Allem muss ich sagen, dass ich lieber beschreibende Absätze lese, denn das Verstellen der Stimme reizt die Stimmbänder und ich bekomme leicht einen Frosch im Hals.
Das Beschreibende ist angenehmer, entspannender.
Außerdem habe ich festgestellt, dass ich problemlos (sogar recht unkonzentriert) 25 Seiten am Stück vorlesen kann, an die 40 Seiten ebenfalls noch angenehm sind, danach aber schwächelt meine Stimme, wird rauer und ich muss mich deutlicher konzentrieren.
Nach knapp 80 Seiten am Stück brauche ich eine Pause.

Wir haben immer Abends und am Wochenende gelesen, dazu gab es einen Tee unserer Wahl. Mein Kerl trinkt meist schwarzen Tee mit Honig, ich wähle ganz nach Laune mal einen Früchtetee, wobei ich da gerne Erdbeer oder Himbeertee trinke, oder türkischen Apfel. Manchmal greife auch ich zu schwarzem Tee, dann aber ohne Honig und nur mit einem Schuss Milch.
Manchmal darf es Tee-Gemisch sein.
Zu Weihnachten gerne etwas mit Mandel oder Zimt.
Außerdem gabs leckere Honigbonbons für danach, damit sich mein Hals wieder beruhigt.

Insgesamt haben wir etwa 2 Monate gebraucht um das Buch zu beenden, weil wir Abends immer nur etwa 20 Seiten gelesen haben und manchmal auch gar nicht.
Ich habe mich immer bemüht einen Vorlese-Abschnitt nach einem Kapitel zu beenden, so dass die Handlung nicht mitten drin abbrechen musste, was mein Freund sehr zu schätzen wusste.

Mein Fazit ist also

Das Buch ist ein sehr dankbares Vorlese-Buch – manche Abschnitte schmecken wie Zucker auf der Zunge, so poetisch klingen sie beim Vorlesen.

Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und mit dem zweiten Teil haben wir gestern direkt angefangen und schon die ersten 117 Seiten gelesen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen