Mittwoch, 16. September 2015

Bücher – die mich zum Weinen gebracht haben

Ich muss vorab sagen, dass ich nahe am Wasser gebaut bin und daher schnell in Tränen ausbrechen kann.
Sowohl Filme, als auch Bücher können mich teilweise so emotional packen, dass ich kaum aufhören kann zu weinen.

Dabei gibt es die Bücher, die mich minutenlang nicht loslassen und ich wirklich eimerweise Tränen vergieße und dann gibt es Bücher, die mir eine vereinzelte Träne entlocken.
Das kann bei traurigen Szenen passieren, bei Szenen mit einer geballten Ladung Epic-Ness oder bei Szenen, in denen ich mit für die Charaktere freue oder extrem erleichtert bin.

Im folgenden Liste ich einmal die Bücher auf, die mich von allen am meisten berührt haben.


Das Bernstein-Teleskop
His dark Materials 3
Philipp Pullmann



In dem Buch gibt es gleich zwei Passagen, die mich in den Wahnsinn getrieben haben. Einmal ist das natürlich das Ende, das herzzerreißend, traurig, unfair und einfach nur wunderbar ist.
Aber die Passage, die mich am meisten berührt hat war eine Situation relativ in der Mitte des Buches, in der Lyra, die Protagonistin etwas zurück lassen muss. Und dieses Gefühl von Verlust, von Abschied und Hoffnungslosigkeit hat mich beim ersten Lesen für eine halbe Ewigkeit in Tränen zurück gelassen.

Die letzte Wahrheit
Die Wahrheiten 4
Dawn Cook



Wieder ein Reihen-Abschluss. Diesmal eine Szene relativ nah am Ende des Buches, als eine Figur stirbt, die mir so so so sehr ans Herz gewachsen ist. Ich habe zuhause im Bett gelegen und habe noch nach dem Zuklappen des Buches ganz bitterlich geweint.

By the time you read this, I'll be dead
Julie Anne Peters



Das ganze Buch ist zwar für junge Erwachsene geschrieben ist aber schon harter Tobak. Es geht im großen und ganzen um ein Mädchen mit einer extremen Todessehnsucht.
Fast das ganze Ende und darüber hinaus habe ich heftigste Tränen vergossen, weil ich mich so sehr in der Protagonistin und in ihrer Situation verloren habe. Ich habe damals in der Bahn in die Nachbarstadt gesessen und konnte selbst im Zug nicht die Tränen zurück halten. Als ich ausgestiegen bin habe ich mich wie ausgespuckt gefühlt und hatte ein vollkommen verquollenes Gesicht.

Drachenbrut
Die Feuerreiter Seiner Majestät 1
Naomi Novik



Hier ist es nur eine einzige Szene, die so unglaublich emotional beschrieben ist, dass ich kurz weinen musste. Wieder geht es um Verlust und eine damit einhergehende Ungerechtigkeit.
Auch im zweiten Band der Reihe habe ich in einer vollkommen unwichtigen Nebenszene eine Träne verdrücken müssen. Aber der erste Band ist mir was Tränen anging einfach deutlicher im Gedächtnis geblieben.

Herrscher des Lichts
Mistborn 3
Brandon Sanderson



Das war wohl das mutigste Ende, das ich je in einer Trilogie gesehen habe. Und damit auch eines, das bemerkenswerter Weise extrem gut funktioniert hat.
Einerseits war ich ziemlich traurig in einer der letzten Szenen, aber unter die Tränen mischten sich dann auch welche der Freude, denn ich habe mich so so so so sehr für eine der Figuren gefreut, dass ich alles andere fast schon vergessen hatte.

Tödliche Spiele
Die Tribute von Panem 1
Suzanne Collins



Keine wilden, heftigen, super Tränen, aber an mehreren Stellen war ich schon ziemlich emotional involviert. Vor allem bei DER Szene am Anfang.
Anders als erwartet habe ich im dritten Teil dagegen an keiner einzigen Stelle geweint, obwohl die ein oder andere Situation schon darauf angelegt gewesen ist. (Im Film Mockingjay 1 war das allerdings anders)

Sternkinder
Clara Asscher-Pinkhof



Ein Buch aus meiner Kindheit und ein Buch, das damals einen Jugendliteraturpreis gewonnen hat. Das Buch besteht aus mehreren kurzen (mal längeren) Geschichte um die Judenkinder im Zweiten Weltkrieg. Nie werden Namen genannt, sondern es heißt immer nur Er – oder Sie.
Fast alle Geschichten sind interessant und bauen manchmal mehr manchmal weniger lose aufeinander auf. Aber manche Geschichten haben mein Kinderherz in beide Hände genommen und einfach zerbrochen. Bei manchen Szenen (teilweise sehr kurzen) habe ich die bittersten Tränen in meiner Bücher-Kindheit vergossen. Auch heute noch ein Buch mit Ehrenplatz im Regal.

The Green Mile
Stephen King



Ich habe den Film früher gesehen, als ich das Buch gelesen habe. Aber ich musste feststellen, dass sich die Verfilmung sehr eng an die Vorlage hält und es war wenig überraschend, dass mich das Buch an den gleichen Stellen zum weinen brachte, wie der Film.
Beim Film weine ich die gesamte letzte Stunde, beim Buch so etwa das gesamte letzte Drittel lang.


Rot wie das Meer
Maggie Stiefvater



Eines meiner Jahreshighlights 2015. Ein Buch mit sehr ruhiger Erzählweise, einem tollen Setting und wunderbaren Charakteren. Ich habe es trotz seines langsamen Pacings unendlich genossen. Und das Ende – ja das Ende – bloß die letzten zwei Seiten oder so – haben mir die Seele zerrissen. Ich habe so doll weinen müssen und war beim allerletzten Satz dann doch irgendwie wieder erleichtert. Nach dem Zuklappen hat sich das Ende angefühlt wie eine Achterbahnfahrt.
Das Buch hat einen Ehrenplatz in meinem Herzen.


Gargoyle
Andrew Davidson



Vermutlich eines meiner absoluten, ewigen Favoriten. Ein groß-groß-groß-artiges Buch. Und meiner Ansicht nach, sollte es wirklich JEDER mal gelesen haben.
Ursprünglich habe ich es ja nicht lesen wollen, weil der Klappentext mir nicht zugesagt hat, aber als ich erstmal angefangen habe, konnte ich nicht mehr aufhören.
Ich weine an so so so vielen Stellen und aus den unterschiedlichsten Gründen. Das Buch ist Emotion pur und ich liebe es. Selbst beim Re-Read konnte ich die Tränen nicht unterdrücken. Ich habe mit Sicherheit genauso sehr geweint, wie beim ersten Lesen.

Die Novizin
Die Gilde der schwarzen Magier 2
Trudi Canavan



Die Reihe gefiel mir ja nicht allzu sehr, und anders als bei vielen anderen, war mir Band 2 das Liebste.
So richtig tief gepackt hat es mich allerdings auch nicht, aber es gab eine Szene in der es um Mobbing ging, die mich sehr an meine eigene Schulzeit erinnert hat, dass ich dennoch aus Mitleid weinen musste.
Teil 3 hat mich im Übrigen ziemlich kalt gelassen.

Die Weitseher Trilogie
Robin Hobb


Hier wäre es unsinnig ein einzelnes Buch zu nennen, weil ich mich bei allen drei Büchern daran erinnern kann, geweint zu haben.
Vor allem in den ersten beiden Teilen.
Mal war ich unfassbar mega traurig, aber meistens habe ich vor Wut geweint. Ich kann mich nicht erinnern je irgendwo anders einen Antagonisten kennen gelernt zu haben, den ich so sehr gehasst habe wie Edel in der Weitseher-Trilogie.


Die Herren von Winterfell
Das Lied von Eis und Feuer 1
George R.R. Martin



Nicht zu verwechseln mit dem zweiten Teil. Da hat der Spoiler dafür gesorgt, dass ich emotional relativ distanziert war, aber im ersten Teil der Reihe, diese eine, kleine, miese Szene (jeder der die Serie kennt – egal ob Buch oder TV wird wissen welche ich meine) hat mir dann doch einen emotionalen Stich ins Herz verpasst und ich musste mir ein oder zwei Tränen verdrücken.


Zwölf
Passage-Trilogie 2
Justin Cronin



Bei Zwölf ist es ähnlich. Auch hier gab es nur eine winzig kleine Szene, vollkommen unwichtig und nur am Rand beschrieben, die dafür gesorgt hat, dass mir auf der Rolltreppe (ja wenns spannend ist, lese ich auch auf Rolltreppen) die Tränen in die Augen geschossen sind.



Kommentare:

  1. Am Ende von Mistborn 3 war ich auch total am Ende. xD Also. Ja. Das Ende ist echt genial, aber geheult hab ich dennoch, haha.

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    1. Und ich hatte absolut nicht damit gerechnet. Ich hatte gedacht, es gibt eine Standart-Lösung und dann DAS :D Ziemlich genial.

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