Freitag, 11. September 2015

Rezension: Meine Kämpfe – eine Autobiographie - von Alexander Bedranowsky

Meine Kämpfe
Alexander Bedranowsky
252 Seiten
E-Book





Kurzbeschreibung

Die Autobiographie eines jungen Mannes, der mit Hinterhofwrestling beginnt und über Umwege einer der besten Death-Match Bestreiter in Deutschland und den USA wird, bevor eine gebrochene Wirbelsäule ihn dauerhaft dazu zwingt, den Sport an den Nagel zu hängen




Einführung

Eigentlich habe ich Anfang September gerade Falling Kingdoms 1 – Flammendes Erwachen von Morgan Rhodes gelesen, aber da mir das Buch nicht gefiel und ich nur langsam voran kam, hatte ich Lust nebenher etwas anderes zu lesen.
Meine beste Freundin liest gerade die Biografie eines anderen Wrestlers – aber diese ist nur auf Englisch erhältlich und für Fremdsprachen hatte ich gerade keine Geduld – daher habe ich mich auf die Suche begeben und geschaut, was es im Deutschsprachigen Raum so gibt.


Meinung

Dazu muss man sagen, dass ich mit UV (Ultra-Violent) Wrestling nie etwas anfangen konnte, da mich der absolute Gore-Effekt dabei stört, aber es war auf jeden Fall interessant einmal Einblicke aus erster Hand in diesen Sport zu erhalten.
Die Beschreibungen sind bemerkenswert nüchtern, gehen aber auf Grund ihrer Detailverliebtheit dem Leser durchaus an die Nerven.

Stilistisch habe ich natürlich auf Grund meines Studiums einige Fehler entdeckt, gerade was die Grammatik angeht, aber letztendlich erzählt TJ seine Geschichte mit viel Leidenschaft und Elan und so gelingt es ihm mich als Leser durchaus gefangen zu nehmen.

Er breitet die einzelnen Stationen seines Lebens nie allzu sehr aus, so dass ich mich an keiner Stelle gelangweilt habe. Sogar da nicht, als die einzelnen Moves in einzelnen Kämpfen sehr genau wiedergegeben worden sind.
Viele Dinge, habe ich zuvor nicht gewusst, und über viele Dinge habe ich mir nie Gedanken gemacht. Das ändert dieses Buch. Es ändert einfach den Blickwinkel, den man auf das gesamte Business bekommt.


Fazit

Alles in Allem habe ich das Buch als sehr interessant empfunden. Auch den Sport an sich – den ich letztendlich immer noch ablehne – habe ich besser kennen lernen dürfen und vielleicht mit einigen Vorurteilen aufgeräumt.
Stellenweise war ich sowohl schockiert, als auch angeekelt. An anderen Stellen konnte ich nur fassungslos den Kopf schütteln.

Aber ich muss sagen, es lies sich flüssig und angenehm lesen und es war interessant den Sport rund ums Death-Match Wrestling einmal anders zu betrachten.  

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