Donnerstag, 15. Oktober 2015

Kurzgeschichten (freie Versionen) von Brandon Sanderson

Centrifugal


Centrifugal ist die erste Kurzgeschichte, für die Brandon Sanderson während seiner Schulzeit einen Award gewonnen hat.
Eine Kurzgeschichte, die er selbst als „nicht gut gelungen“ bezeichnet.

Die Geschichte handelt von einem 3000 Jahre alten Pakt und dessen Einfluss auf die Gegenwart.

Wieder ist es Science Fiction und diesmal eine Geschichte, die zwar mein Gerechtigkeitsempfinden anspricht, mich aber ansonsten nicht packt.
Es ist mehr Erzählen, statt Zeigen und auch der kleine Plottwist am Ende konnte mich nicht absolut überzeugen, auch wenn er verständlich und teilweise zufriedenstellend ist.

Mehr kann ich zu der Geschichte kaum sagen, da sie sowieso sehr sehr kurz ist.
Alles in Allem vielleicht 3 Sterne für kurzweilige (sehr kurz-weilige) Unterhaltung.

Centrifugal ist übrigens in voller Länge auf Brandon Sandersons offizieller Website zu finden.

I hate dragons



I hate dragons ist keine Kurzgeschichte im eigentlichen Sinne. Ursprünglich ist das erste Kapitel als eine Schreibübung bei Writing Excuses (seinem Podcast) entstanden.
Aus reinem Interesse, hat Brandon Sanderson dann anschließend noch Kapitel 2-4 geschrieben, wobei Kapitel 3 wieder gelöscht wurde, weil es ihm nicht gefiel.
Es ist aber problemlos möglich direkt von Kapitel 2 zu 4 zu springen, ohne eine Verständnislücke überhaupt zu bemerken.

Die Geschichte handelt von Skip, der auf Grund einer besonderen Fähigkeit (er riecht gut für Drachen) als Drachenköder arbeitet, aber in Wirklichkeit einen großen Traum hat. Ein Wörterbuch zu erschaffen, denn er kann hören, wie Worte im Denken der Menschen buchstabiert werden.

Im Grunde ist die Geschichte ein humorvolles, unterhaltsames, eher augenzwinkerndes Wortspiel. Ein Inception auf eine eigenartige Weise. Wirklich spannend sind die ersten Kapitel nicht.
Aber ich mochte den etwas zynischen Skip und ich mochte den zynischen Drachen.
Wenn man diese Geschichte etwas mehr ausarbeiten würde, hätte sie sicher ein interessantes World-Building und zeigt auch jetzt schon Ansätze für ein (wenn auch nicht gänzlich neues) doch sehr interessantes Magiesystem.

Wie gesagt, es sind nur wenige Kapitel, daher mag ich keine Gesamtwertung geben. Es war unterhaltsam, hatte ein bisschen was vom Alcatraz-Wahnsinn und hat sicher Potential. Aber mehr als eine Fingerübung ist es eben nicht.

Defending Elysium



Defending Elysium ist laut Website die letzte Kurzgeschichte, die Brandon Sanderson geschrieben hat, bevor Elantris verkauft worden ist und laut ihm selbst, einer seiner Besten.

Defending Elysium ist Science Fiction und gefiel mir ziemlich gut, auch wenn ich zunächst skeptisch gewesen bin. In der Kurgeschichte gibt es verschiedene Point of View Charaktere, was am Anfang dazu geführt hat, dass ich ein wenig verwirrt gewesen bin und zunächst nicht so richtig einordnen konnte, was gerade geschah und worum es gehen sollte.
Ich bin mir sicher, dass es aber vor allem an meinen Sprachschwierigkeiten lag und nicht an der Geschichte an sich.
Also ich jedoch richtig in die Geschichte eingetaucht bin, war ich ziemlich begeistert.
Zum einen geht es um einen Mann, der für eine bestimmte Organisation arbeitet, die sich der interkontinentalen Kommunikation mit verschiedenen Alien-Rassen verschrieben hat. Der Protagonist hat besondere Technologie/Fähigkeiten, mit denen er arbeitet.
Zum anderen geht es um einen Jungspund aus der gegnerischen Organisation. Beide müssen ab einem bestimmten Punkt zusammen arbeiten und ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Ich liebe ja Meister/Schüler-Geschichten und auch wenn das hier nicht allzu ausgeprägt gewesen ist, gab es Ansätze und ich habe die Interaktion zwischen den beiden geliebt. Auch wenn mir der Jungspund zeitweise ein bisschen zu sehr in seinen Vorurteilen gefangen war und deshalb das Offensichtliche nicht erkennen wollte.

Zum anderen war ich ziemlich begeistert von den Fähigkeiten und der Technik, die angewandt wird, auch wenn man nicht allzu viel davon bekommt.
Der Rest der Geschichte war aufgebaut wie ein Thriller/Spionageroman und hatte durchaus seine Spannungsmomente.


Im ersten Moment dachte ich mir, dass mir Firstborn zum Beispiel besser gefallen hat (und was die Meister/Schüler-Sache anging, ist Sixth of the Dusk sowieso unübertroffen) aber letztendlich beschäftigt mich die Geschichte immer noch. Ich könnte mir auch eine ganze Roman-Reihe mit den Figuren vorstellen. Mehr über die „Welt“ erfahren und mehr Meister-Schüler Zeug. Aber ja, leider... Aber auf jeden Fall eine gute Geschichte.  

Defending Elysium kann man auf Brandon Sandersons offizieller Website in voller Länge lesen. 

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