Montag, 6. Juni 2016

Author Tag - 10 Fragen an Schreibende

Gefunden habe ich den Tag bei einigen englischsprachigen Writing Vlogs. Das erste Mal darauf aufmerksam wurde ich bei Jenna Moreci, ursprünglich kreiert wurde der Tag aber von Emily Walker.

Wer mich kennt, weiß, dass ich weder regelmäßig schreibe, noch besonders oft, und dass ich nur ab und zu Phasen habe, wo ich wie manisch tausende Worte zu Papier bringe und dann wenn die Zweifel kommen, für Monate wieder aufhöre. (Nach Phasen voller Tränen, Vorwürfe an meinen Mann [Der nichts dafür kann] – Depression und dem Schwur, nie aber auch wirklich nie wieder zu schreiben.) Nur um es dann irgendwann doch wieder zu tun. Frei nach dem Motto: „Würden wir uns an die Schmerzen erinnern, würden wir es nie wieder tun, aber da die Erinnerung verblasst...“ Und so weiter.

Trotzdem liebe ich es, über das Schreiben zu schwafeln.
Daher habe ich mich spontan entschieden, den Tag zu nehmen und zu beantworten.


Frage 1:

An welchem Ort schreibst du am liebsten?

Wenn ich schreibe, habe ich leider oft nicht die Wahl, denn meistens schreibe ich im Büro, wenn nichts los ist. Das ist häufig unbequem und nervig. Aber am liebsten schreibe ich in meinem Ikea-Wipp-Stuhl für 29 Euro in meinem Wohnzimmer. Laptop auf dem Schoß, Kopfhörer in den Ohren. Auf einem Stuhl neben mir, was zu trinken, vielleicht was zu knabbern und naja Tabak in Reichweite. Dann bin ich glücklich und am produktivsten.


Frage 2:

Kaffee oder Tee?

Tee! Ich trinke selten mehr als eine Tasse Kaffee am Morgen, zusammen mit meinem Mann. Ansonsten tendiere ich im Alltag eher zu Kaltgetränken wie Wasser, Energydrinks Zero oder Cola Zero. Sonntags Morgens einen O-Saft. Aber gerade, wenns draußen kalt ist, liebe ich meine Teesammlung über alles.


Frage 3:

Mein absolutes Lieblingsbuch?

Das ändert sich alle Jubeljahre mal. Geschmäcker verändern sich und dann und wann findet man Bücher, die einfach besser sind, als das Lieblingsbuch zuvor.
Aktuell ist die Antwort auf die Frage allerdings Gargoyle von Andrew Davidson. Es bekommt viel zu wenig Aufmerksamkeit, dafür dass es alles enthält, was das Herz begehrt. Eine schöne Sprache, Charaktere mit Ecken und Kanten, die dennoch interessant sind und die ich liebe. Eine Liebesgeschichte, die mich erst zum Schwärmen und dann bitterlich zum Weinen gebracht hat. Ideen, Gedankenansätze und Philosophie.


Frage 4:

NaNoWriMo – ja oder nein?

Ja, allerdings nicht jedes Jahr und nicht immer erfolgreich. Es gibt allerdings Jahre da schreibe ich fast nur im November. (Deswegen werde ich auch nicht besser :-P )
Allerdings hilft mir der NaNo auch nicht eine vernünftige Routine zu entwickeln. Es ist nämlich immer das Gleiche. Der Anfang und der Beginn des Mittelteils sind einfach zu schreiben. Ich bin noch frei, kann alles entwickeln, bin neugierig. Aber sobald ich mich einschränken muss, der Logik wegen oder der Persönlichkeit meiner Charaktere wegen, oder den Gesetzmäßigkeiten meiner Welt wegen, verliere ich die Lust. Dann stockt es. Passiert meist so bei 75k bis 100k und etwa bei ¾ des Buches.


Frage 5:

In welchem Genre würdest du Schreiben, wenn es keinerlei Beschränkungen oder Einschränkungen gäbe?

Ich muss gestehen, dass ich die Frage nicht richtig verstehe. Ich schreibe doch vor allem deshalb, weil es keine Einschränkungen gibt.
Aber ok.
Ich würde vermutlich surreale Fragmentromane schreiben, bei denen zwar eine komplette Geschichte erzählt wird, aber auch jedes Fragment für sich lesbar bleibt.
Das funktioniert als Nebenprojekt, als verkäuflicher Roman allerdings nicht.

Solange bleibe ich vermutlich bei allem, was mir gerade Freude macht. Highfantasy – epische Fantasy, Science Fiction (Space Opera) und düstere Gegenwartsromane. Und von allem ja auch nichts so richtig.


Frage 6:

Wenn du eine Superkraft haben könntest, welche wäre das?

Wenn es nur darum geht, was ich cool finde, dann hätte ich so Kälte/Eis Fähigkeiten. So ein bisschen wie Elsa in Frozen. Aber das ist bloß für den Effekt.
Wenn es um tatsächlich Nützliches ginge, dann wäre es Zeitanhalten. Das hat einfach so wahnsinnig viele praktische Vorteile.
(Fliegen fänd ich auch toll, aber das kann ich zumindest noch in meinen Träumen)


Frage 7:

Mein Lieblingsauthor?

Ich habe ein paar Auto-buy-Authors. Aber ihr wollt Namen? Kriegt ihr.
Brandon Sanderson!
Ich liebe seine Adult Fantasy-Bücher und warte gerade sehnsüchtig auf den 28. Juni, weil dann White Sand seine erste Graphic Novel erscheint.


Frage 8:

Welche Musik hörst du beim Schreiben?

Okay, ich höre immer Musik, beim Schreiben allerdings auch manchmal nicht. Vor allem, wenn ich tief im Fluss bin und nicht bemerke, dass die Musik nicht mehr spielt.
Ansonsten kommt es immer auf meine Stimmung an und auf das was ich schreibe. Früher habe als Hintergrundmusik meist Two Steps from Hell gehört oder klassische Symphonien.

Während des Schreibens von „Rauch und Rache“ habe ich vor allem Little Drummer Boy (in the style from Mumford and Son) gehört, gesungen von Caleb Hyles und das Weihnachtsmedley von Two Steps from hell. In Endlosschleife immer und immer wieder.

Beim Schreiben von „Ankh“ habe ich vor allem Santiano gehört. Weil Seemanns-Lieder – oder pseudo Seemanns-Lieder sehr gut zu dem passten, was ich mir für mein Raumfahrtfeeling ausgesucht hatte. Am liebsten „Die alten Segler“ - „Lieder der Freiheit“ (wegen der Bridge), „Die letzte Fahrt“ und „Richtung Freiheit“ und „Kinder des Kolumbus“ - hat mich so zu der ein oder anderen Idee inspiriert.


Beim Schreiben von „Die Glasperlenstickerin“ habe ich damals viel Breaking Benjamin und Josh Groban gehört, dazu eine Priese Runrig. Weil mir einfach danach war.


Frage 9:

Wenn du dir aussuchen könntest, wo du leben willst, wo würdest du leben?

Die Leute haben echt immer die exotischsten Ideen. Das Land ist mir glaube ich egal. Aber vermutlich auf einer Pferde-Ranch – umgeben von Wiesen, Weiden und Wäldern. Nicht zu warmes Klima. Mit ein paar ausgewählte (Pferde-)Freunden zusammen. Bisschen eigener Anbau. Nen Haufen Tiere, Katzen, Hunde, Hühner, Ziegen. Dann wär ich glaub ich zufrieden.


Frage 10:

Was machst du gegen Schreibblockaden?

Au, ja au. Ugh! An dieser Stelle müsste ich jetzt mit super hilfreichen Weisheiten um die Ecke kommen, aaaaaber.... Ich höre auf zu schreiben. Deswegen werde ich auch niemals professioneller Schriftsteller. Denn wenn die Blockade kommt schreibe ich einfach monatelang gar nichts. Ich schreibe nur dann, wenn ich inspiriert bin und im Fluss und Lust habe.
Routine krieg ich beim Schreiben nicht hin. Und außerdem sag ich mir viel zu oft: „Naja, du bist ja nicht dazu gezwungen. Du hast ja nen Vollzeit-Job“ Und dann hör ich auf. (Nach dem schon oben erwähnten, Weinen, Schreien, Streiten, Hadern, Zweifeln und einem depressiven Loch ^^)



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen