Montag, 22. August 2016

SUB – Minus 2 – Der Turm von Stephen King

Das Buch lässt mich mit einem Müllhaufen unterschiedlichster Emotionen zurück und da mir zur Zeit die Worte fehlen, kann ich nur sagen, dass ich einerseits froh bin, das Buch gelesen und damit die Reihe beendet zu haben, andererseits aber auch, dass es ein Fehler war.

Alter SUB: 13
Neuer SUB: 12

Das Buch war komplex und lang und herausfordernd mit seinen 1024 Seiten und der Tatsache, dass alle offenen Fäden und Verwicklungen zu einem Ende gebracht werden wollten.
Das schafft King auch problemlos.
Der Grund warum ich für das Buch so lange gebraucht habe, war wohl der Fakt, dass ich gar nicht erst zum Buch gegriffen habe.
Jemand hat mich gespoilert. Bzw. nur den letzten Satz. Aber der letzte Satz ist der Spoiler schlechthin für die komplette Reihe.
Trotzdem war ich letztendlich zufrieden. Das Ende ist passend und King schafft es trotz allem noch einige Überraschungen einzubauen.

Dazu kommt, dass das Buch hochemotional ist und ich an gleich drei !!! verschiedenen Stellen geweint habe. Zwei Mal sogar ziemlich bitterlich.
Im Grunde waren die Ereignisse absehbar, aber ich habe lange unterbewusst geleugnet, dass derartiges geschehen könnte.

Einige Szenen ziehen sich etwas – vor allem die Szenen, die nicht in der Wester-Fantasywelt spielen, sondern in unserer Welt. Allerdings muss ich davon ausgehen, dass das nur meinem eigenen Geschmack geschuldet ist.
Grundsätzlich ist das Buch nämlich spannend wie seine Vorgänger, ein wenig eklig, hier und da und grundlegend recht düster.

Wenn ich die komplette Reihe bewerten müsste, würde ich sagen 4 Sterne im Durchschnitt, wobei mir Band 2 so gar nicht gefallen hat (und ich im Reread auch überspringen würde) – Band 6 ziemlich schwach war, Band 3 und 4 absolute Überhammerbücher waren und 5 und 7 irgendwo dazwischen lagen.
Eine Reihe, die ich definitiv weiter empfehlen würde.

Leider macht mir das Beenden der Reihe auch einen Strich durch meine SUB-Abbau Rechnung. Durch die Atmosphäre und die Dicke des Buches verlangt es mich nun erstmal nach ganz ganz leichter und beinahe seichter Lektüre. Am besten ein kurzes Buch mit einer Überkitschten Lovestory.
Auf meinem SUB befinden sich aber zur Zeit nur Bücher mit über 600 Seiten, komplexe Fantasywerke, Steampunkt und eine Dystopie und da ist nichts locker leichtes dabei.
Daher werde ich mir wohl als nächstes erstmal die Puffin Island Reihe (inklusive der Kurzgeschichte als Prequel) von Sarah Morgan besorgen.
Mir gefiel die Snow Crystal Reihe letztes Weihnachten ja wirklich gut und ich habe sowohl das Setting, als auch die Figuren in sehr angenehmer Erinnerung, daher wird mich die Autorin mit ihren Strandgeschichten sicherlich auch überzeugen können.

Nach diesem Ende des Dunklen Turms brauche ich wirklich ein paar rosa Einhörner, ein bisschen Glitzerstaub und einen nach Zuckerwatte schmeckenden Regenbogen.

Ich bin erstmal raus. Die King-Reihe kann einen wirklich auslaugen.  

Kommentare:

  1. Oh, das ist ja blöd gelaufen mit dem letzten Satz!

    "Wind" hast Du also ausgelassen? Bewusst?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hm, ich habe erfahren, dass es eher ein Zwischenband ist. Also Geschichten, die Roland erzählt, in der Geschichte. Im Grunde habe ich durchaus Interesse daran, aber ich zähle "Wind" lieber außerhalb der Reihe. Ich finde sie rund und wirklich gut, so wie sie ist und so wie King sie immer vorgehabt hat. :)

      Löschen